Sozialverband Deutschland verzeichnet Zuwachs in Wedel

Auf der Jahreshauptversammlung des (SoVD) in der Mensa der Gebrüder- Humboldt Schule zog der Ortsverband eine positive Bilanz des letzten Jahres und begrüßte das 1.111 Mitglied.

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Für ihre treue Mitgliedschaft und Verbundenheit mit dem SoVD wurden 19 Senioren geehrt.

Strahlende Gesichter gab es beim Vorstand, angesichts des vollen Saales bei der Mitgliederversammlung des SoVD. So stellte Bürgermeister Niels Schmidt in seinen Grußworten nicht nur fest, dass der Verband einer "der Mitgliederstärksten" in der Rolandstadt ist, sondern dass hier eine echte Gemeinschaft herrscht, "die gemeinsam für eine Sache einsteht".  "Nur starke Verbände können Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen", erklärte der Verwaltungschef weiter.

In Zeiten in denen es anderen sozialen Verbänden und Gewerkschaften an Rückhalt mangelt und sie hohe Einbußen bei den Mitgliederzahlen zu verzeichnen haben, rechnet der Sozialverband Deutschland eher mit einem Anstieg. Allein der Ortsverein (OV) in der Rolandstadt konnte ein Plus von vierzig Personen vermelden. Mit knapp 1.150 Mitgliedern ist der OV Wedel damit der drittgrößte im Kreis Pinneberg. Laut des Geschäftsberichtes 2018 reicht die Altersspanne dabei von drei bis 100 Jahren und über die Hälfte der Mitglieder sollen unter 60 Jahre alt sein.

"Das viele jüngere Mitglieder inklusive ihrer Familien in unseren Verband eintraten, liegt auch an der Kompetenz unserer Unterstützung in den sozialen Belangen. Denn das soziale Klima im Staat verschärft sich, Unsicherheiten und verschlechterte Perspektiven hinsichtlich der sozialen Absicherung nehmen zu", erläuterte der Vorsitzende Joachim Funck in seinem Jahresbericht.

Barbara Porschek, stellvertretende Kreisvorsitzende des Verbandes,stellte in ihren Grußworten besonders das landesweite Ansinnen des SoVD - zusammen mit dem Mieterbund - für eine "Volksinitiative zur Aufnahme des Rechtes auf einen angemessenen und bezahlbaren Wohnraum als Staatsziel in die Länderverfassung" als einen maßgeblichen Grund für die Attraktivität des Verbandes heraus.

"Statt der erforderlichen 20.000 Unterschriften wurden landesweit auch dank ihnen fast 40.000 gesammelt. Damit gekoppelt konnte der Landesverband viele neue Mitglieder gewinnen, die auf Grund dieser Volksinitiative sich erstmals für diesen Sozialverband interessierten", analysierte die ehemalige Ortsvorsitzende.

Darüber hinaus bot der Wedeler Ortsverband im letzten Jahr neben den monatlichen persönlichen Gesprächen durch ehrenamtliche Sozialberater im Rathaus, die (außer im Dezember)jeden zweiten Donnerstag im Monat von 13 bis 15 Uhr stattfanden, auch zahlreiche weitere attraktive Vorträge und Aktivitäten für seine Mitglieder. Das reichte, so Joachim Funck, von einer Informationsveranstaltung bei der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Motto "wenn die Pfanne brennt" zur Brandbekämpfung im Haushalt bis zu einem Referat in Kooperation mit dem Seniorenbeirat und -büro der Stadt Wedel zum Thema "Letzte Hilfe". In dieser gab es Informationen, was Angehörige für Sterbende tun können.

Beliebt waren auch, laut des Vorsitzenden, vor allem die Freizeitaktivitäten. So interessierten sich unter anderem viele für die Sondervorführungen des Theaters Wedel,die innerhalb kurzer Zeit ausverkauft waren und für die im Eintritt ermäßigten Kinobesuche im Burgkino in Uetersen. Außerdem gehörten, die unter der Regie von Ehrenmitglied Hans Hoff organisierten, vier Tagesfahrten zu den Highlights im Programm.

Nach den Redebeiträgen zum Geschäftsbericht und dem Bericht über den Haushalt von Schatzmeisterin Renate Ott-Filenius, die eine positiven Bilanz mit einer Summe von 977,24 Euro für das Jahr 2018 ziehen konnte, folgte die Ehrung der langjährigen Mitglieder. 19 wurden für ihre Treue und Verbundenheit, das heißt ihre 10-jährige bis 40-jährige Mitgliedschaft, ausgezeichnet.

Zum Schluss gab es dann noch eine Überraschungsehrung für Ursula Rodemerk, die das 1.111 Mitglied des Verbandes ist. Die 72-jährige Wedelerin, die auch schon sozial aktiv als  stellvertretende Vorsitzende der Bürgervereinigung Wedel tätig ist, bekam vom Vorstand einen großen Präsentkorb überreicht. Die Beschenkte versprach sogleich, ihre Erfahrungen, wenn es gewünscht wird, in die Arbeit des Verbandes mit einzubringen.
(Wolf-Robert Danehl, kommunikateam GmbH, 27.03.2019)

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