Start Modellprojekt „Inklusive Kita Bekstraße“

Einrichtung der Lebenshilfe

in Leben in Wedel, Top-News

Gute Laune in der Lebenshilfe-Kita! Sie ist jetzt beim Modellprojekt dabei.

Große Freude in der Lebenshilfe-Kita in der Bekstraße: Das mit dem Kreis Pinneberg vereinbarte neue Modellprojekt „Inklusive Kita Bekstraße“ ging an den Start. Mit einer Einweihungsfeier bedankte sich die Lebenshilfe bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Kreises Pinneberg, der Stadt Wedel, den Mitarbeiterinnen und der Elternvertretung der Kita Bekstraße.

Die „Inklusive Kita Bekstraße“ (IKB)

In der Kita Bekstraße werden 126 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren in sieben Inklusionsgruppen und zwei Krippengruppen betreut - und das auf hervorragende Weise, wie alle Eltern dort wissen. Leiterin Antonella Klann und ihr Team betreuen ebenso kompetent wie liebevoll die kleinen Jungs und Mädchen. Mit Unterstützung der Stadt Wedel können bei Bedarf auch Krippenkinder mit Behinderung aufgenommen werden. Diese Möglichkeit bietet zurzeit nur die Lebenshilfe an. Von den 106 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren haben 32 Kinder einen anerkannten Förderbedarf.

Die inklusive Kita arbeitet nach einem neuen pädagogischen Konzept, das Vorteile für Kinder und Eltern bringt. So wird zum Beispiel in der Betreuung und Förderung nicht mehr zwischen Kindern mit und ohne Behinderung unterschieden. Alle Kinder werden nach ihren individuellen Bedürfnissen in ihrer Entwicklung begleitet und gefördert. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Kinder weiter in Gruppen betreut, aber die bisher vorgegebene Unterscheidung in Regel-, Integrations- und heilpädagogische Kleingruppen entfällt. Das gilt auch für die Gruppengrößen. Sie sind  variabel und die Besetzung der Gruppen richtet sich ausschließlich nach pädagogischen Gesichtspunkten. Zum Konzept gehört weiter, dass für jedes Kind ein Entwicklungsprofil erstellt und einmal jährlich mit den Eltern besprochen wird. Wenn sich dabei ein besonderer Förderbedarf zeigt, kann er mit dem Einverständnis der Eltern von der Kita beim Kreis  angemeldet werden. Für die Eltern entfällt das aufwendige Antragsverfahren und das oftmals bange Warten auf die Bewilligung der Förderung.

Damit die inklusive Kita Bekstraße ihre Aufgaben erfüllen kann, wurde der Personalschlüssel erhöht und die Finanzmittel der Eingliederungshilfe als Budget zur Verfügung gestellt. Helga Kell-Rossmann, Referentin der Geschäftsführung der Lebenshilfe Südholstein, stattete einen besonderen Dank ab: „Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Modellprojekts Ende 2019 sollte eine Fortsetzung folgen, aber das Land hatte sich entschlossen, die weitere Förderung neuer Modellprojekte einzustellen. Nachdem die Landtagsabgeordnete Beate Raudies von den vergeblichen Bemühungen der Lebenshilfe erfahren hatte, das Projekt fortzusetzen, hat sie sich an das Land gewandt, mit der Bitte den Kreis Pinneberg bei der Entwicklung einer Lösung zu unterstützen. Das ist dann auch erfolgreich gelungen, worüber sich alle Beteiligten sehr freuen."

Ziele der Lebenshilfe

„Die Lebenshilfe im Kreis Pinneberg ist Spezialist für die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung. In unseren Kitas wird von jeher inklusiv gedacht und gehandelt. Mit dem Modellprojekt, das zunächst bis 31.12.2023 befristet ist, wollen wir zeigen, dass inklusive Kitas die Zukunft sind. Unsere Hoffnung ist, die Kita Bekstraße nach dem Auslaufen des Modellprojekts als normal inklusive Kita weiterführen zu können und langfristig alle Lebenshilfe Kindertagesstätten als inklusive Kitas zu betreiben", erklärte der Verein. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 12.5.2022)

 

 

 

Letzte Änderung: 13.05.2022

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