Wildunfälle – so verhält man sich richtig

Kreisjägerschaft gibt Tipps für Autofahrer

in Leben in Wedel, Top-News

Keine Chance – der Autofahrer an der Holmer Straße konnte nicht mehr bremsen, als das Reh aus der Hecke gesprungen war.
Keine Chance – der Autofahrer an der Holmer Straße konnte nicht mehr bremsen, als das Reh aus der Hecke gesprungen war.,…
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Keine schöne Aufgabe - auch die Jäger wie Sebastian Hein sind traurig, wenn sie nach einem Verkehrsunfall das tote Tier bergen müssen.
Keine schöne Aufgabe - auch die Jäger wie Sebastian Hein sind traurig, wenn sie nach einem Verkehrsunfall das tote Tier…
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In der kalten Jahreszeit wird die Gefahr durch Wildunfälle wieder größer. Tiere sind bei Dunkelheit noch schwerer auszumachen als sonst, wenn sie nur durch Knicks oder kleine Wäldchen geschützt sind. Das Licht der Scheinwerfer kann Tiere zudem blenden. Und in Wedel gibt es mit der Elbmarsch, den Holmer Sandbergen, dem Klövensteen und vielen Natur- und Landwirtschaftsflächen dazwischen gute Lebensbedingungen für die Tierwelt - aber leider auch ein dichtes Straßennetz. Die Kreisjägerschaft Pinneberg bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und die Beachtung wichtiger Verhaltensweisen.

- insbesondere auf Straßen durch Waldgebiete aufmerksam fahren und bremsbereit sein.

- wo immer möglich, mit Fernlicht fahren, um Wild rechtzeitig zu erkennen.

- wenn ein Zusammenstoß nicht zu vermeiden ist, möglichst stark bremsen, Lenkrad festhalten und nicht ausweichen. Ansonsten droht die Gefahr, in den Gegenverkehr zu geraten oder einen Baum zu rammen.

- nach dem Zusammenstoß Ruhe bewahren, Warnblinkanlage einschalten, Unfallstelle absichern, dabei eine reflektierende Weste tragen.

- Polizei über Notruf alarmieren. Am Unfallort bleiben, bis Polizei, eventuell Rettungssanitäter und Jäger eintreffen.

- verletztes Wild nicht anfassen. Eventuell tote Tiere unter Zuhilfenahme von Handschuhen von der Fahrbahnmitte an den Rand ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren.

- wenn ein verletztes Tier flüchtet, letzte Position markieren, damit Hunde für die Nachsuche die Fährte aufnehmen können. Das Markieren gilt insbesondere für den Fall, dass der Unfall an einem Ort ohne Mobilfunk-Empfang passiert ist und zu Zeiten, in denen weiteren Autofahrer nicht zu erwarten sind. Dann im nächsten Ort die Poluizei alarmieren.

In vergleichsweise stark besiedelten Gebieten mit dichtem Straßennetz wie dem Kreis Pinneberg kommt es immer wieder zu Unfällen. Hans Wörmcke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Pinneberg: „Wild ist hier ein Gefahrenfaktor, mit dem man rechnen muss. Vorsicht und besonnene Fahrweise sind deshalb das A und O Wir wünschen allen Autofahrerinnen und Autofahren, dass sie unfallfrei durch den Winter kommen.“ (KJS Pinneberg, 6.11.2019)

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