1805 – Spitzerdorfs Sonderstellung endet

1805 endete für die Einwohner Spitzerdorfs eine jahrhundertlange Sonderstellung in der politischen Zugehörigkeit.

Unterstanden Wedel und Schulau nämlich der Herrschaft Pinneberg, so galt dies nicht für Spitzerdorf. Der Ort, der um 1800 rund 300 Einwohner hatte, gehörte bis 1803 dem Hamburger Domkapitel und ging somit bei der Aufhebung des Domkapitels im Rahmen der Säkularisation zunächst an die Stadt Hamburg und zwei Jahre später an Pinneberg. Zu Spitzerdorf gehörten bedeutende Eichenwälder und eine Elbinsel, Spitzerdorfer-Sand. Das Domkapitel unterhielt hier seit dem 17. Jahrhundert eine Schule und setzte als Verwalter Bauernvögte ein. 1892 wurde der Ort, an den heute nur noch der Straßenname erinnert, nach Schulau eingemeindet.

(Text: Stadtarchiv Wedel)  

Mit freundlicher Unterstützung von...