April 1904 – Gut Haidehof, ein kolonisatorisches Werk ersten Ranges

Im April 1904 wurden Teile der Feldmark von Wedel, Schulau und Rissen verkoppelt. Dadurch wurde des dem Kaufmanns E.W. Hardt aus Falkenstein möglich die Ansiedlung „Haidehof“ zu schaffen.

Diese Ansiedlung lag inmitten eines zusammenhängenden Areals von rund 300 ha relativ minderwertigem Land. Dieser stark lehmige und nasse Boden wurde drainiert und durch einen riesigen Dampfpflug urbar gemacht. Die stattlichen Wirtschaftsgebäude wurden im Sommer 1904 errichtet, die Rede beim Richtfest hielt der damalige Landrat Dr. Scheiff. Die überregionale Presse betitelte das Gut Haidehof 1910 als ein „kolonisatorisches Werk ersten Ranges“ und pries die nun guten Bodenbedingungen für Ackerbau, die Mästung von Rindern und den Forstbetrieb an. Das Gut umfasste zu jener Zeit ein Inspektorenhaus, eine Scheune, einen Stall für 20 Pferde, zwei Viehställe, ein Dreifamilienhaus, eine Kaserne für Wanderarbeiter und eine Försterwohnung. Eingebettet waren die Gebäude in eine Parkanlage mit Teich. Das Grundwasser wurde mittels eines 7½ m hohen Windrades gefördert. Heute wird der ehemalige Gutsbetrieb zur Aufzucht und Ausbildung von spanischen Rassepferden genutzt.

(Text: Stadtarchiv Wedel)

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