April 1909 – Katholische Volksschule Schulau

Am 13. April 1909 wurde der Unterricht in der neu eingerichteten katholischen Volksschule im Anbau des Schulhauses III in Schulau mit 129 Schülern in zwei Klassen aufgenommen.

Einige Jahre später wurde eine dritte Klasse eingerichtet. Jahrelang blieb die Schülerzahl bei über 100 Schülern, erst ab 1923 sank sie langsam ab, so dass der Hauptlehrer Franz Offergeld beim 25jährigen Jubiläum der Schule in der Chronik schrieb, dass es keinen Grund zur Freude gebe. Schließlich hätte die nunmehr einklassige Schule nur noch 49 Schulkinder. Im Februar 1938 erging daher vom Bürgermeister Dr. Harald Ladwig der Beschluss, die katholische Schule mit ihren letzten noch verbliebenen 36 Kindern endgültig zu schließen. Die Schüler kamen zum Mai 1938 auf andere Schulen in Wedel oder Hamburg. Der einzige verbliebene Lehrer Offergeld unterrichtete bis 1944 an der Volksschule Wedel-Altstadt, von wo aus er auf die Schule nach Hetlingen abgeordnet wurde. 1951 erhielt er die 2. Schulstelle an der Volksschule Altstadt, auf der er bis zu seiner Pensionierung verblieb. Nach dem Kriege gab es erneut Bestrebungen, konfessionsgebundene Schulen einzurichten. Das hiesige katholische Pfarramt legte 1946 eine Namensliste von 113 Kindern katholischen Glaubens vor, ebenso war die ev. luth. Kirchengemeinde daran interessiert, eine evangelische Schule einzurichten. Beide Initiativen scheiterten aber zunächst an der äußerst angespannten Nachkriegs-Raumfrage, die alle Wedeler Schulen mit Härte traf und später vermutlich an den gesetzlichen Bestimmungen.

(Text: Stadtarchiv Wedel)  

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