Juli 1927 – Großbaumaßnahmen am Schulauer Ufer

Im Sommer 1927 waren am Elbufer von Wedel große Baumaßnahmen erkennbar.

War im Osten, nahe der Grenze Tinsdals der Bau des Elektrizitätswerkes Unterelbe bereits vorangeschritten, so wurden im Westen Wedels die Baggerarbeiten zum Tonnenhafen der Wasserstraßendirektion Hamburg begonnen. Planungen, in Wedel ein Großkraftwerk zu errichten, wurden durch die Stadt Altona und die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin (A.E.G.) bereits Anfang der 20er Jahre getroffen, als die Kapazitäten des Kraftwerkes in Neumühlen nicht mehr ausreichten. Errichtet wurde hier ein markanter Bau der von dem bedeutenden Architekten und Maler Prof. Hans Poelzig (1869 – 1936) in Zusammenarbeit mit dem Industriearchitekten Werner Issel entworfen wurde. Dieses Gebäude ist in den 60er Jahren durch einen Neubau eines ebenso bekannten Schülers von Poelzig, Bernhard Hermkes (1903 – 1995) ersetzt worden. Teile dieses Gebäudes stehen heute unter Denkmalschutz. Der Bau des Tonnenhafens konnte erst nach der Erfüllung etlicher Auflagen seitens der Stadt Wedel und des hiesigen Deichverbandes durch die Wasserstraßendirektion Hamburg vorangetrieben werden. So sicherte das Reichsverkehrsministerium der Stadt Wedel den Bau bzw. die Unterhaltung diverser Deiche und Siele, die von dem Gelände berührt wurden, zu.

(Text: Stadtarchiv Wedel)

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