September 1957 – Ladenzeile und Enthüllung des Ostlanddenkmals am Elbhochufer

[Stadt Wedel] Im September 1957 zentrierte sich das Interesse der Bevölkerung auf die Stadtentwicklungen in Schulau. Inmitten der neu erstellten Gartenstadt Elbhochufer wurden nun weitere Planungen umgesetzt.

Nach Eröffnung der Albert-Schweitzer-Schule wurde im September 1957 der zweite Teil der Ladenzeile eröffnet. Nachdem in die erste Ladenzeile, die im April 1956 bezogen wurde, bereits das Kaufmannsgeschäft „Produktion“, ein Papierwarengeschäft, ein Frisörsalon, eine Drogerie sowie ein Milch- und Gemüsegeschäft eingezogen waren, befanden sich in der zweiten Ladenzeile neben der Zweigstelle der Stadtsparkasse Wedel auch eine Dependance der Post und diverse Fachgeschäfte. So gab es die Fischhandlung Anneliese Schwan, den Schlachter Walter Höpermann, die Parfümerie Richard Lewark, die Kosmetikerin Siggy Bayer, die Drogerie Oskar Stanischewski und die Lebensmittelhandlungen Willi Hoffmeister und Kurt Dauge. Lange Jahre war diese Ladenzeile das Herz der Siedlung Elbhochufer, bis der innerörtliche Kleinhandel zugunsten der Großmärkte verstärkt zurückgedrängt wurde. Langer Leerstand und der Fortgang von Post und Sparkasse mündeten 2002 in Abbruch der Ladenzeile und Neubau eines Supermarktes. In der anderen Ladenzeile wurde das Stadtteilzentrum „mittendrin“ eingerichtet. Zur gleichen Zeit wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung am „Tag der Heimat“ das Ostlanddenkmal am Hans-Böckler-Platz feierlich enthüllt. Trotz einer weltweit herrschenden Pandemie – die asiatische Grippe, die in Deutschland insgesamt 30.000 Opfer forderte, führte auch in Wedel zu vielen Krankheitsfällen – nahmen 1.000 Personen an der Enthüllung teil. Mit umfangreichem Programm erinnerten die Vertriebenenverbände und Bürgermeister Heinrich Gau an die ehemaligen deutschen Ostgebiete.

(Text: Stadtarchiv Wedel)

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