September 1960 – Abfallentsorgung endlich in städtischer Hand

Müllfahrzeug

[Stadt Wedel] Am 13.09.1960 stellte der Stadtwerkeleiter Oldendorf der Öffentlichkeit das Müllfahrzeug vor, mit dem zukünftig die Müllabfuhr in städtische Regie übernommen werden sollte.

Dass dies bereits der zweite Anlauf der Stadt Wedel war, die Müllabfuhr städtisch zu regeln, verschwieg die Zeitung. War doch der erste Versuch der Stadt Anfang der 1940er Jahre, die Müllabfuhr mit einem Elektrokarren zu bewältigen in einem peinlichen Fiasko geendet. Nach dem Erwerb des ungeeigneten Fahrzeugs war die Müllabfuhr erst mal wieder von zwei Wedeler Unternehmern durchgeführt worden. Diese Verträge konnten nun ab 1960 gekündigt werden, denn seitdem fuhren die Stadtwerke mit einer aus drei Arbeitern bestehenden Besatzung einmal wöchentlich durch einen Teil des Stadtgebietes. Im darauffolgenden Jahr wurde ein weiteres Müllfahrzeug angeschafft, nun konnte ganz Wedel befahren werden. Etwas mehr als 10 Jahre waren die Stadtwerke für die Abfallbeseitigung zuständig. 1967 wurde mit den Städten Elmshorn, Pinneberg, Uetersen und den damaligen Gemeinden Halstenbek, Quickborn, Rellingen, Schenefeld und Tornesch der Zweckverband „Müllverwertungsverband Pinneberg“ gegründet. Erster Vorsitzender wurde der Erste Stadtrat Bruno Voigt aus Wedel. Der Verband beschloss den Ankauf eines größeren Areals in Tornesch-Ahrenlohe und plante dort den Bau einer Müllverwertungsanlage, die 1974 in Betrieb ging. Mitte der 1970er Jahre übernahm der Kreis Pinneberg die Aufgabe der Müllbeseitigung und seit 1984 ist die Gemeinnützige Abfallverwertungsgesellschaft GAB dafür zuständig.

(Text: Stadtarchiv Wedel)

Mit freundlicher Unterstützung von...