Mai 1971 – Aus Europoint wird ein Senioren-Appartment-Haus

Graf Luckner Haus

[Stadt Wedel] Am 06. Mai 1971 besuchte eine blonde Schwedin das Richtfest des Gebäudes, das nach ihrem verstorbenen Mann benannt werden sollte. Das Senioren-Appartment-Haus sollte nach dem Seeteufel, wie Felix Graf Luckner auch genannt wurde, benannt werden.

Der Weg zum Bau des späteren Graf-Luckner-Heimes an der Elbe war ein steiniger. Hatte doch zunächst der bisherige Eigentümer des Areals, der Investor Kurt Ladendorff, geplant, dort ein Kongresszentrum namens Europoint mit Fähranlegestelle für Tragflächenboote zu errichten. Unter anderem durch massiven Protest aus der Bevölkerung, gebündelt durch die „Schutzgemeinschaft Elbhochufer“, die sich auch auf dem Klagewege gegen das Bauprojekt wehrte, kam der Bau nicht zustande. Diese Bürgerinitiative, gegründet im September 1962, der zeitweilig über 130 Mitglieder angehörten, wurde in den ersten Jahren von Carl Breuer geleitet. Carl Breuer war lange Jahre der Chef der Hamburger Kriminalpolizei. Ihm folgte der Staatsanwalt Reinhold Postelt, der im Juli 1972 den Verein liquidierte. Das vordringliche Vereinsziel, Europoint zu verhindern, war erfüllt. Stattdessen entstand durch die „Aktion Altenbetreuung“ das heutige Heim.

(Text: Stadtarchiv Wedel)

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