Die Geschichte Schulaus, der maritime Ortsteil der Stadt Wedel

Liethfluss

Die Bedeutung des Ortsnamen Schulau, heute ein Stadtteil Wedels, bezieht sich direkt auf die Lage an der Elbe. Das Wort „schuulen“ bedeutet verbergen und weist auf einen für Schiffe sicheren Hafen in der Mündung des Liethflusses hin.

Die Dorfschaft Schulau wurde 1419 erstmalig im Zusammenhang mit dem geschützten Hafen in den Veröffentlichungen der Hanse erwähnt. Die Keimzelle des Ortes Schulau liegt am Abhang des Elbufers und war durch die Mündung des Liethflusses ein sicherer Hafen. Gleich neben dieses Schutzhafens lag am Elbsteilufer ein höherer Aussichtspunkt. Diesen nannte der Wedeler Pastor und Dichter Johann Rist seinen Deutschen Parnaß. Bedingt durch Schulaus Lage an der Elbe siedelten sich Schiffszimmerer an und Schiffer ließen sich hier nieder. Die Einwohnerzahl lag 1855 bei 204 Einwohnern.

Schulau gehörte zur Herrschaft Pinneberg und in die Kirchspielsvogtei Hatzburg. Nach Auflösung diese Verwaltung 1867 gehörte es, wie auch Wedel, zur Kirchspielsvogtei Blankenese. In kommunalen Angelegenheiten stand der Vogt dem Dorfe vor. Dieser nannte sich nach Einführung der Landgemeindeordnung 1892 Gemeindevorsteher.

Im selben Jahr wurde die Gemeinde Schulau mit der Dorfschaft Spitzerdorf zusammengelegt. Die ortspolizeilichen Angelegenheiten, zu denen auch alle Angelegenheiten des Melderechts gehörten, wurden ab 1897 von der Polizeibehörde Wedel mit wahrgenommen.

Schulaus weitere Entwicklung war geprägt durch die Ansiedlung von Industriebetrieben am Elbhochufer. Die Einwohnerzahl Schulaus wuchs um die Jahrhundertwende 1899/1900, bedingt durch den starken Zuzug von Arbeitern, zügig an. Waren es 1890 nur 361 Einwohner die in Schulau lebten, so waren es 1905 bereits 2499 Menschen, die Bewohner von Schulau und Spitzerdorf waren.

1909, Schulau hatte nun beinahe die gleiche Einwohnerzahl wie Wedel, beschlossen die Gemeindevertretung von Schulau und die Stadtvertretung von Wedel die beiden Ortschaften zusammenzulegen.

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