Abnahme der Jugendflammen II und III

Hoher Besuch beim Jugendfeuerwehrdienst: Kreisjugendfeuerwehrwartin Gerlinde Langeloh und ihr Stellvertreter Jan-Florian Sudeck hatten sich auf den Weg nach Wedel gemacht, um acht jungen Brandschützern die Jugendflamme abzunehmen.

in Jugendfeuerwehr

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Eine letzte Vorbesprechung mit Ausbilder Philip Brandt ...
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... dann wird es ernst: Ein Löschangriff wird aufgebaut ...
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... unter den kritischen Blicken der Prüfer ...
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... die sich in der Nachbesprechung zufrieden zeigen.
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Für die praktische Prüfung zur Jugendflamme III wird ein Zumischer aufgebaut ...
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... um einen Teppich aus Löschschaum zu erzeugen.
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Gerätekunde als theoretischer Bestandteil der Jugendflamme II
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Präsentation einer Themenarbeit für die Jugendflamme III

In mehreren auf das jeweilige Alter und den Kenntnis- und Leistungsstand abgestimmten Stufen werden Jugendliche mit der Jugendflamme an die Feuerwehrtätigkeit herangeführt. Wochenlang haben die Ausbilder ihre jungen Schützlinge auf diesen großen Tag vorbereitet. Nun mussten sich die Jugendlichen nicht nur vor den Prüfern beweisen, sondern auch vor Vertretern der Wedeler Einsatzabteilung, die zahlreich zur moralischen Unterstützung erschienen waren.

Den Anfang machten Stéphanie Kirste, Lara Müller, Tom Kuhlmann und Sebastian Abel. Mit Unterstützung ihrer Kameraden und unter dem Kommando von Gruppenführer Paul Nütz bauten sie in Windeseile einen Löschangriff auf. Anschließend wurden sie im Detail zu diesem Standardverfahren in der Brandbekämpfung befragt, das zum Ausbildungsstoff der Jugendflamme II gehört. Jan-Florian Sudeck legte großen Wert darauf, dass die Jugendlichen den Sinn hinter dem Erlernten verstanden haben.

Wenn man zehn Minuten später auf den Hof der Feuerwache gekommen wäre, hätte man meinen können, dass hier trotz des widrigen Wetters eine Schaumparty stattfindet. Tim Grawert und Julius Kipp zauberten mit dem Mittelschaumrohr einen weißen Teppich. Den Schaumzumischer hatten ihre Kameraden Kim Luca Krüger und Christopher Genz aufgebaut. Für Prüfer Sudeck eine Besonderheit bei der Abnahme der Jugendflamme III, denn nur wenige Wehren verfügen über die Technik, um den Löschschaum umweltgerecht zu entsorgen. Deshalb wird ein Löschangriff mit Schaum meistens nur trocken geübt.

Nach der Praxis folgte die Theorie. Für die Prüflinge der Jugendflamme II bedeutete dies: Gerätekunde. Sie erläuterten Gerlinde Langeloh und Jan-Florian Sudeck die feuerwehrtechnische Beladung "ihres" Löschfahrzeugs. Die Prüfer waren zufrieden und wechselten zu den "Großen". Zu den Abnahmekriterien für die Jugendflamme III gehört eine Themenarbeit, die öffentlichkeitswirksam präsentiert werden muss. Die Prüflinge hatten auf vier Plakaten wichtige Fakten zur Jugendfeuerwehr gesammelt und medial aufbereitet. Gründung und Aufnahme sind dort beschrieben, außerdem die Dienste, der 24-Stunden-Dienst und die Prüfungen. Das vierköpfige Team will mit dieser Gruppenarbeit positive Aufmerksamkeit für die Jugendfeuerwehr erzielen. Sie verrieten, dass sie die Plakate an ihrer ehemaligen Schule ausstellen wollen, um möglichst direkt ihre Zielgruppe zu erreichen. Dieses Engagement gefiel den Vertretern der Kreisjugendfeuerwehr, und so hatte Sudeck nur noch einen Programmpunkt für die Anwärter auf die Stufe III der Jugendflamme: In einem gespielten Notfallszenario mussten die Jugendlichen ihre Kenntnisse in Erster Hilfe unter Beweis stellen.

Nach so viel Leistung und Aufregung hatten sich alle Beteiligten die Wurst vom Grill redlich verdient. Das gesellige Beisammensein währte jedoch nicht lange. Wedels Jugendfeuerwehrwart Lucas Sandweg verabschiedete freundlich, aber bestimmt alle Gäste. Er musste mit den jungen Brandschützern noch die Jahreshauptversammlung vorbereiten, die am kommenden Samstag stattfindet. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass dann acht Jugendfeuerwehrleute die begehrte Anstecknadel mit zwei bzw. drei Flammen verliehen bekommen. (Holger Koschek/Feuerwehr Wedel/16.1.19)

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