Bombenfund an der Wiedestraße

Phosphor-Brandsatz aus dem zweiten Weltkrieg auf Baustelle entdeckt - Munition schlug Flammen

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Alles wieder in Ordnung: Kampfmittelräumer transportierten den Brandsatz in einer gesicherten Kiste ab.
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Zuvor waren sogar über 70 Jahre nach Kriegsende noch Flammen aus dem mit Phosphor gefüllten Zylinder geschlagen. Die…

Schrecksekunden erlebten Bauarbeiter auf dem Gelände an der Wedeler Wiedestraße: Bei Erdarbeiten entdeckten sie einen mysteriösen Zylinder im Boden. Sofort alarmierten sie Polizei und Feuerwehr - das gefährliche Ding schlug Flammen!

Die Männer der Wedeler Wehr rückten an und löschten den Brand ab - den Rest erledigte der Kampfmittelräumdienst. Zwei Männer packten die Bombe in eine Kiste und transportierten sie ab. Bei dem Brandsatz handelt es sich offensichtlich um eine Hinterlassenschaft britischer Bomber aus dem zweiten Weltkrieg. Mehrfach wurde Wedel angegriffen, am 3. März 1943 gingen dabei rund 75 Prozent der Stadt in Trümmer. Taktik der Engländer war es, zunächst mit Luftminen die Dächer abzudecken, dann fielen Phosphor-Brennstäbe auf die freigelegten hölzernen Dachstühle und setzten sie in Flammen.

Bauunternehmer Stephan Rehder: "Unsere Mitarbeiter haben besonnen und genau richtig gehandelt, indem sie den Fundort großräumig absperrten und die Polizei riefen. Die Gefahr ist gebannt." Der Fund verwundert ein wenig, denn selbstverständlich hatte das Bauunternehmen die ehemalige Baumschulfläche auf Munition untersuchen lassen. Nach dem Studium von Luftaufnahmen beziehungsweise Satellitenbildern hatten die Experten keine Probleme erkannt und das Gelände zur Bebauung frei gegeben. Nach dem Abtransport gingen die Bauarbeiten normal weiter. Gefahr besteht nicht mehr. (Jörg Frenzel/kommunikateam, 3.5.2015)

 

 

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