Boot auf der Elbe gekentert zwei Tote

Tragisches Ende eines Angel-Törns - Großeinsatz für Wedeler Feuerwehr und DLRG

in Freiwillige Feuerwehr, Leben in Wedel, Elbe Maritimes

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Von der "Bürgermeister Balack" aus koordiniert die Feuerwehr die Boote der anderen Helfer. Fotos: Frenzel/kommunikateam
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Insgesamt zehn Boote waren von Wasserschutzpolizei, DLRG und Feuerwehr im Einsatz.
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Gleich mehrere Tauchergruppen suchten im trüben Wasser nach den Vermissten.
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Die Feuerwehr Wedel untersucht das von der DLRG sicher gestellte Angelboot. Foto: TVR-NewsNetwork

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wedel, der DLRG Wedel, Hamburg und Stade, der Wasserschutzpolizei und der Bundespolizei - sie alle haben ihr Bestes gegeben. Doch sie konnten zwei junge Männer am Sonntagabend nur noch tot aus der Elbe bergen.

Was war geschehen? Gegen 17 Uhr setzt ein Angler von der Westmole des Hamburger Yachthafens aus einen Notruf ab. Er hat beobachtet, wie aus einem offenen Motorboot vor der Osteinfahrt des Hafens ein Mensch über Bord gegangen ist. Alarm für Freiwillige Feuerwehr Wedel und DLRG. Das Einsatzboot "Klaar Kimmng" der DLRG Wedel befindet sich gerade auf einer Ausbildungsfahrt etwa vor Lühesand, als die Meldung eintrifft. Mit voller Fahrt rast die "Klaar Kimming" quer über die Elbe rund zwei Kilometer zum Unglücksort. Als die Wasserretter eintreffen, sehen sie ein Motorboot ständig im Kreis fahren. Der Außerbordmotor war auf eine Seite gekippt - von der Bootsbesatzung keine Spur, nur zwei Fischerei-Scheine sind zu entdecken.

Sofort wird Verstärkung angefordert. Die Wedeler Wehr ist bereits mit allen verfügbaren Kräften unterwegs. Die Männer schalten sich mit der "Bürgermeister Balack" und der "Bürgermeister Kahlert" in die Suche ein. Zug um Zug treffen weitere Kräfte ein, die Wasserschutzpolizei Hamburg sperrt die Elbe großräumig ab.  Die Berufsschifffahrt darf nur noch mit stark gedrosseltem Tempo am Hafen vorbeifahren, um Wellenschlag zu verhindern.

Taucher werden ausgesetzt, wärend DLRG- und Feuerkräfte die Ufer der Quermole absuchen. Ein Hubschrauber der Bundespolizei scannt das Areal aus der Luft, Sonar-Geräte werden aktiviert. Mit jeder Stunde, die verstreicht, werden die Gesichter der Helferinnen und Helfer ernster und die Hoffnung schwindet.

Gegen 20 Uhr trifft ein weiteres Taucher-Team ein, das die Kollegen, bei denen sich langsam Erschöpung breit macht, unterstützt. Jetzt wird auch in der Hafeneinfahrt gesucht. Kurz vor 21 Uhr dann die traurige Gewissheit: Die beiden Männer aus Wedel und Hetlingen, 1981 und 1985 geboren, werden geborgen und in den Tonnenhafen gebracht.

Nach bisherigen Vermutungen muss das kleine Boot wohl so unglücklich zu anrollenden Wellen gestanden haben, dass es umschlug und die Männer außenbords gingen. Aller Wahrscheinlichkeit nach trugen sie keine Rettungswesten. Die Männer sanken und wurden von der Strömung aus dem Bereich vor der Hafeneinfahrt in den Hafen gespült, wo sie gegen 21 Uhr von Tauchern entdeckt wurden. (Jörg Frenzel/kommunikateam, 2.6.2014)

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