Gasalarm durch undichte CO2-Flasche

Ein Einsatz mit schneller und pragmatischer Lösung, aber aufwendiger Anfahrt.

in Freiwillige Feuerwehr

Manchmal ist die Lösung recht einfach – so auch im Fall einer undichten Gasflasche, die am Sonntagnachmittag einen Einsatz für die Feuerwehr Wedel ausgelöst hat.

Die kleine CO2-Kartusche sollte eigentlich dazu genutzt werden, um in einem Aquarium das Wachstum der Wasserpflanzen zu fördern. Leider war die Flasche undicht, sodass das farb- und geruchlose Gas unkontrolliert ausströmte. Die Bewohner des Reihenhauses in der Friedrich-Eggers-Straße waren sich unsicher, wie gefährlich das Gas ist, und taten das einzig Richtige: Sie wählten die Notrufnummer 112.

In der Kooperativen Regionalleitstelle West in Elmshorn nahm ein Disponent den Notruf entgegen und löste einen Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Wedel aus. Diese machte sich umgehend auf den Weg zum Einsatzort. Einsatzleiter Kai Körner war der erste Feuerwehrmann vor Ort – zumindest dachte er das. Körner wohnt in der Friedrich-Ebert-Straße, und dieser Straßenname war in der Einsatzdepesche angegeben. Der Bewohner des betreffenden Hauses hatte die Feuerwehr aber nicht gerufen, wie Körner schnell feststellte. Eine Rückfrage bei der Leitstelle lieferte des Rätsels Lösung: Nicht die Friedrich-Ebert-Straße, sondern die Friedrich-Eggers-Straße war gemeint. Also machte sich der Löschzug, bestehend aus sechs Einsatzfahrzeugen, auf den Weg zum Elbhochufer. Die gemeldete Hausnummer stellte sich als falsch heraus, aber aufmerksame Anwohner wiesen den Einsatzkräften den Weg.

Nach kurzer Einschätzung der Lage konnten die Bewohner schnell beruhigt werden: Von dem Gas ging keine Gefahr aus. Einsatzkräfte brachten die Flasche ins Freie und ließen das CO2 entweichen, bis die Flasche komplett leer war.

Die Feuerwehr bittet aus gegebenem Anlass darum, dass Anrufer beim Absetzen eines Notrufs möglichst klar und deutlich sprechen, alle Fragen des Leitstellendisponenten beantworten und erst dann auflegen, wenn sie darum gebeten werden. Auf diese Weise können Missverständnisse vermieden werden, die wertvolle Zeit kosten. (Holger Koschek/Freiwilige Feuerwehr Stadt Wedel/20.6.21)

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