In neun Stunden und 39 Minuten von der Nordsee zur Ostsee

Zum fünften Mal in Folge nahm ein Team der Freiwilligen Feuerwehr am Lauf zwischen den Meeren teil.

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Um neun Uhr morgens sprintete Startläufer Jochen Jörg mit dem Staffelstab in der Hand vom Husumer Hafen in Richtung Wittbek. Um exakt 18:39:15 Uhr lief er gemeinsam mit Schlussläufer Gregor Karpeljuk und den sechs anderen Teammitgliedern am Strand von Damp durch dass große Zieltor, angefeuert von Cheerleadern und jenen Läuferinnen und Läufern, die vor dem Wedeler Team die 95,9 Kilometer lange Strecke bewältigt hatten.

Der Lauf zwischen den Meeren ist mittlerweile Kult. Der Staffellauf mit zehn Etappen wächst von Jahr zu Jahr: Am gestrigen Samstag waren laut Ergebnisliste 846 Teams mit jeweils fünf bis zehn Läuferinnen und Läufern am Start. Die Feuerwehr Wedel hatte sich mit zehn Kameradinnen und Kameraden bereits im August 2017 einen der begehrten Startplätze gesichert. Je näher der Lauf rückte, desto mehr Absagen musste das Team verkraften – ein Problem, mit dem auch andere Staffelteams zu kämpfen hatten, wie der Smalltalk während des Wartens an den Wechselpunkten verriet. Wie gut, dass sich die Feuerwehr im Laufe der Jahre ein Netzwerk an Gastläufern aufgebaut hat. So konnten die personellen Ausfälle fast vollständig kompensiert werden – aber eben nur fast. Zwei Läufer nahmen sich zwei aufeinander folgende Strecken mit Gesamtlängen von jeweils 17 Kilometern vor. Am Ende landete das achtköpfige Team auf einem beachtlichen Platz 716.

Kaum war das Zielfoto geschossen, ging's mit schweren Beinen zu Fuß zurück zum Campingplatz, auf dem die Brandschützer ihr großes Mannschaftszelt aufgeschlagen hatten. Auf die verdiente Dusche folgte das gemeinsame Abendessen, wo die Teamleistung gebührend gefeiert wurde. Auf eine Fortsetzung der Feier im offziellen Festzelt verzichteten die Sportler ganz spontan beim Anblick ihrer gemütlichen Feldbetten – wer will es ihnen verdenken.

Am Sonntag wurde das Zelt in Rekordzeit abgebaut und verstaut. Nach einem leckeren Brunch in Eckernförde ging's wieder zurück nach Wedel – müde, aber glücklich. (Holger Koschek/Feuerwehr Wedel/27.5.18)

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