Ruhiger Jahreswechsel mit "Spätzündung"

War der Jahreswechsel für die Feuerwehr Wedel vergleichsweise ruhig, so wurde sie am Neujahrstag gleich mehrfach gefordert.

in Freiwillige Feuerwehr

Feuer in der Spitzerdorfstraße: Der Müllbehälter wurde ins Freie gezogen und gelöscht.
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Feuer in der Spitzerdorfstraße: Der Müllbehälter wurde ins Freie gezogen und gelöscht.
Anschließend wurde der Raum belüftet. (Fotos: Brandt/Feuerwehr Wedel)
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Anschließend wurde der Raum belüftet. (Fotos: Brandt/Feuerwehr Wedel)

Das neue Jahr ist erst zehn Minuten alt, als die freiwilligen Brandschützer in die Höbüschentwiete gerufen werden. Dort soll eine Feuerwerksrakete im Dachbereich eines Einfamilienhauses Feuer gefangen haben. Der Hausbesitzer war bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr aktiv geworden und hatte den Brand mit Hilfe einer Leiter und eines Feuerlöschers bekämpft. Die Einsatzkräfte verschaffen sich mit der Drehleiter Zugang zum Dachbereich und suchen mit der Wärmebildkamera vergeblich nach Glutnestern. Lediglich die Überreste einer Leuchtsignal-Rakete können aus der Abwasserrinne des Dachbereichs gesichert und an die Polizei übergeben werden.

Um 06:07 Uhr dann der nächste Alarm: In der Spitzerdorfstraße ziehen dunkle Rauchschwaden aus dem Kellerbereich eines Hochhauses. Während der Fahrt zur Einsatzstelle erfahren die Einsatzkräfte über Funk mehr Details: Das Feuer soll in einem Müllabwurfschacht außerhalb des Gebäudes wüten. Ein Angriffstrupp geht unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und meldet, dass es sich beim Brandherd um einen 1.100 Liter großer Müllbehälter handelt. Dieser wird kurzerhand aus dem Aufbewahrungsraum gezogen und im Freien gelöscht. Dank des schnelle Eingreifens der Feuerwehr wird niemand verletzt und ein größerer Sachschaden verhindert. Die freiwilligen Feuerwehrleute machen die Fahrzeuge wieder einsatzbereit und hoffen, nun endlich ausschlafen zu können.

Das ist ihnen tatsächlich vergönnt, denn erst um 11:50 Uhr geht's mit Blaulicht und Martinshorn zum Hans-Böckler-Platz. Hier brennt eine Restmülltonne in einer Containerbox. Erneut wird die Löschwasserversorgung aufgebaut und die Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz eingeleitet. Um auch kleine Glutnester ablöschen zu können, wird die Mülltonne aus der Containerbox gezogen und ausgekippt. Nach rund einer Stunde kann die Einsatzstelle an Polizei übergeben werden.

Am Nachmittag werden die Brandschützer dann in die Heinestraße gerufen. Hier steht ebenfalls ein 1.100 Liter großer Müllbehälter in Flammen. Wieder wird das Feuer unter schwerem Atemschutz gelöscht, der Container auf Glutnester überprüft und die Einsatzstelle schließlich an die Polizei übergeben.

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wedel wünschen allen ein frohes neues Jahr – bleiben Sie wachsam und gesund! (Niklas Winks/Feuerwehr Wedel/1.1.21)

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