Schweißtreibende Ausbildung unter realitätsnahen Bedingungen

Am 2. November fuhren zwölf Atemschutzgeräteträger und ein Ausbilder der Freiwilligen Feuerwehr Wedel zum Kernkraftwerk Brokdorf, um dort in einer feststoffbefeuerten Übungsanlage zu trainieren.

in Freiwillige Feuerwehr

Nach dem Befeuern der Übungsanlage ...
Nach dem Befeuern der Übungsanlage ...
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... und einer theoretischen Einweisung ...
... und einer theoretischen Einweisung ...
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... wurde es ernst für die zwölf Brandschützer aus Wedel ...
... wurde es ernst für die zwölf Brandschützer aus Wedel ...
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... die sich in Dreiertrupps zum Löschen in den dunklen und heißen Container begaben ...
... die sich in Dreiertrupps zum Löschen in den dunklen und heißen Container begaben ...
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... ein schweißtreibendes, aber lehrreiches Training.
... ein schweißtreibendes, aber lehrreiches Training.
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Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz in einem brennenden Gebäude: Dieses Szenario stellt sich den Feuerwehren in Deutschland glücklicherweise immer seltener. Das liegt zum einen an der hervorragenden Brandschutzerziehung und –ausbildung. Außerdem sorgt die Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern dafür, dass Brände schon in der Entstehung entdeckt und frühzeitig bekämpft werden. Nichtsdestotrotz müssen die Einsatzkräfte auf solche Situationen vorbereitet sein. Dabei hilft eine Ausbildung unter möglichst realitätsnahen Bedingungen.

Eine solche Ausbildung durfte die Freiwillige Feuerwehr Wedel in Brokdorf in Anspruch nehmen. Das vierstündige schweißtreibende Ausbildungsprogramm umfasste die Wärmegewöhnung mit einer Rauchgasdurchzündung, ein Hohlstrahlrohrtraining, indirekte Löschverfahren, das taktische Vorgehen in einen Brandraum sowie die hydromechanische Entrauchung eines Raumes.

Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung, einer Theorieeinheit und der Einweisung auf dem Übungsplatz rüsteten sich die Teilnehmer mit der Einsatzschutzbekleidung sowie den Atemschutzgeräten aus und betraten den Übungscontainer. Dort erlebten erlebten sie hautnah, wie sich die hochgiftigen Brandgase ausbreiten und den Raum erhitzen. Leider konnte die Rauchgasdurchzündung aufgrund der Wetterbedingungen außerhalb des Brandcontainers nicht demonstriert werden.

Nach einer Trinkpause folgte außerhalb des Übungscontainers das Hohlstrahlrohrtraining. Präsentiert wurden verschiedene Methoden und Entscheidungshilfen zur Auswahl der jeweils besten Methode. In Dreimanntrupps durfte die Teilnehmer dann in der Übungsanlage zeigen, was sie gelernt hatten.

Als letzter Tagespunkt stand das taktische Vorgehen in einen Brandraum auf dem Programm. Auch bei dieser Übung gingen jeweils drei Wedeler Brandschützer in den absolut dunklen und verqualmten Brandcontainer vor. Im Gegensatz zur ersten Übung, bei der sie von ihrem Ausbilder begleitet wurden, waren die drei nun auf sich allein gestellt. Zur Sicherheit saß ein löschbereiter Ausbilder der Werkfeuerwehr im Brandcontainer parat. Der kam jedoch nicht zum Einsatz, da sich alle Dreierteams mit dem Hohlstrahlrohr im Anschlag ihren Weg bis zum Feuer ertasteten und die erlernten Löschtechniken sicher und erfolgreich anwendeten.

Nachdem der Übungsplatz gemeinsam aufgeräumt war, konnte sich jeder unter die wohlverdiente Dusche begeben. Beim letzten Programmpunkt wurde dann nur noch dem Kameraden am Grill heiß. Gemeinsam mit den Ausbildern ließen alle Teilnehmer bei einem Stück Grillfleisch den Tag Revue passieren und tauschten ihre Erfahrungen aus. Zurück an der Feuerwache in Wedel wurde noch kurz alles aufgeräumt und gereinigt.
Die Freiwillige Feuerwehr Wedel bedankt sich ganz herzlich bei der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerks Brokdorf und deren Ausbildern, die den Wedeler Brandschützern einen lehrreichen und spannenden Tag beschert haben. (Kevin Evers/Feuerwehr Wedel/11.11.19)

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