Rauchmelder

Rauchmelder
Rauchmelder

In Schleswig-Holstein trat am 1.1.2011 eine generelle Rauchwarnmelderpflicht in Kraft.

Rauchwarnmelder retten Leben. Sie wachen auch dann, wenn alles schläft, und weisen mit ihrem durchdringenden Alarm auf ein Feuer (genauer: auf den Brandrauch) hin. Damit bleibt den Bewohnern von Häusern und Wohnungen in der Regel genug Zeit, um das Brandobjekt zu verlassen, bevor sie den giftigen und mitunter tödlichen Brandrauch einatmen.

Die guten Erfahrungen mit Rauchwarnmeldern haben verschiedene Landesregierungen dazu veranlasst, die Installation dieser Geräte zur Pflicht zu machen. Waren in Schleswig-Holstein zunächst nur Neubauten betroffen, so tritt am 1. Januar 2011 in unserem Bundesland eine generelle Rauchwarnmelderpflicht in Kraft. Bis zum Jahreswechsel müssen alle Haushalte in Schleswig-Holstein mit den kleinen Lebensrettern ausgestattet sein.

Die Rauchwarnmelderpflicht im Detail

§ 49 Abs. 4 der Landesbauordnung Schleswig-Holstein legt fest, dass Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben müssen. Darüber hinaus raten die Feuerwehren, Rauchwarnmelder auch in Räumen mit hohem Gefahrenpotenzial zu installieren, beispielsweise in einem Wohnzimmer mit Kamin. Verantwortlich für den Einbau sind die Wohnungseigentümer. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft ist Aufgabe des Mieters oder unmittelbaren Besitzers einer Wohnung.

Auch wenn keine Kontrollen der Rauchwarnmelderpflicht vorgesehen sind, so sollten Wohnungsinhaber und Vermieter diese Verordnung ernst nehmen. Sollte nämlich nach einem Brand festgestellt werden, dass die vorgeschriebenen Melder fehlen, dann ist Ärger mit der Versicherung zu erwarten. Der Hauptgrund für die Installation der kleinen Geräte sollte aber der Schutz von Leben sein - in Anbetracht der geringen Anschaffungs- und Betriebskosten (Rauchwarnmelder gibt es im Einzelhandel bereits für fünf Euro) eine gute Investition.

Wie installiert man Rauchwarnmelder?

Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:

  • Befestigen Sie Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt
  • an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt;
  • immer in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen);
  • nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
  • nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter);
  • nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht.
  • Der Rauchmelder darf nicht mit Farbe angestrichen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass nicht mehr ausreichend Rauch durch die Lüftungsschlitze gelangt und das Gerät nicht zuverlässig funktioniert.

Spätestens alle 10 Jahre sollten Rauchmelder aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden.
(Quelle: www.rauchmelder-lebensretter.de)

Wie wartet man Rauchwarnmelder?

Standard in Privathaushalten sind batteriebetriebene Rauchwarnmelder. Mit einer handelsüblichen Batterie können die Geräte ungefähr ein Jahr lang betrieben werden. Es empfiehlt sich jedoch, die Warnmelder alle drei Monate auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Geht die Batterie zur Neige, dann signalisiert der Rauchwarnmelder dies mit einem wiederkehrenden Piepton. Der wird ab und zu mit dem Alarmton verwechselt, woraufhin schon so mancher aufmerksame Nachbar die Feuerwehr alarmiert hat. Auch wenn grundsätzlich gilt, dass man lieber einmal zu viel die 112 anrufen sollte als einmal zu wenig, so dürfte die Rauchwarnmelderpflicht dazu beitragen, dass die Erfahrung der Bevölkerung mit diesen Geräten steigt und diese Fehlalarme mit der Zeit weniger werden.