Bauprojekt Doppeleiche: Stadt stellt Entwürfe im Rathaus aus

Rückblick auf abgeschlossenen Architektenwettbewerb noch bis 27. September zu sehen.

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Der geplante Bau am südlichen Ende der Bahnhofstraße soll auf dem Grund der derzeit leerstehenden Sparkassen Filiale entstehen. Vom 16. bis 27. September werden der Siegerentwurf des Hamburger Büros „Fusi & Ammann Architekten“ aber auch die Entwürfe der drei anderen Architektenbüros im Rathaus ausgestellt. Foto: Stadt Wedel
Der geplante Bau am südlichen Ende der Bahnhofstraße soll auf dem Grund der derzeit leerstehenden Sparkassen Filiale…

Die Stadt Wedel zeigt die eingereichten Entwürfe des abgeschlossenen Architektenwettbewerbs für die Neugestaltung des Areals an der Doppeleiche in einer Ausstellung im Wedeler Rathaus. Vom 16. bis 27. September, jeweils zu den Öffnungszeiten des Rathauses, haben die Besucher die Gelegenheit, den Siegerentwurf des Hamburger Büros „Fusi & Ammann Architekten“, aber auch die Entwürfe der drei anderen eingeladenen Architektenbüros im Detail zu studieren.

Das Preisgericht hatte im Juni den Siegerentwurf für den geplanten Neubau, der die derzeit leerstehende Sparkassen-Filiale ersetzen soll, gekürt. Der Entwurf des Hamburger Büros „Fusi & Ammann Architekten“ setzte sich in einem sogenannten Planungswettbewerb gegen die Entwürfe dreier anderer Architektenbüros durch. Auf zahlreichen Stellwänden werden die verschiedenen Ansätze der Planungsbüros noch einmal gezeigt.

Der insgesamt achtgeschossige (sieben plus Staffelgeschoss) Siegerentwurf mit Tiefgarage soll als Eingangstor in die Bahnhofstraße wahrgenommen werden und so das städtebauliche Scharnier zum Hafen bilden. Wie Professor Paolo Fusi erläuterte, sei die Hauptmasse des Baus, der 30 Wohnungen umfasst, davon jeweils sechs für Einpersonen- und Zweipersonenhaushalte, in den südlichen Bereich gesetzt worden. So bleibe im nördlichen Bereich an der Schnittstelle zum benachbarten Hochhaus genug Raum für die Gestaltung eines Platzes als Begegnungsmöglichkeit. Durch die geplante Bauweise mit speziellen Fertigelementen könne, so Fusi, die Bauzeit um einige Monate verringert werden.

Der Bauherr, die Stadtsparkasse Wedel, hatte den Planungswettbewerb auch auf Wunsch der Stadt Wedel durchgeführt, die für den Bau an exponierter Stelle einen transparenten Planungsprozess eingefordert hatte. Der Vorsitzende der Stadtsparkasse Marc Cybulski verriet auf der Präsentation des Siegerentwurfes, dass er ein Wettbewerbsverfahren, zu dem auch eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Anwohner zählte (Protokoll hier), auf den ersten Blick als für zu umständlich bewertet hätte, nun allerdings von dem Ergebnis mehr als beeindruckt sei: „Das Verfahren hat am Ende zu einer deutlich besseren Qualität des Entwurfes geführt.“

Die Leiterin des Fachbereiches 2 „Bauen und Umwelt“ der Stadt Wedel, Gisela Sinz, lobte die konstruktive und professionelle Zusammenarbeit zwischen Stadtsparkasse, Planungsbüros, Jury und dem freien Stadtplaner Daniel Luchterhandt, dessen Planungsbüro den Architektenwettbewerb begleitet hatte. Moritz Schneider, der Vorsitzende des Preisgerichts, hob die hohe Transparenz des Verfahrens hervor, mit der die Stadt Wedel, auch durch das Einbinden von Bürgerinnen und Bürgern, so manche Großstadt im norddeutschen Raum abgehängt habe.      

Ein Zeitplan für die Umsetzung des Entwurfes kann noch nicht exakt aufgestellt werden, da dem eigentlichen Bau noch zwei wichtige Schritte vorgelagert sind, deren Dauer nicht mit letzter Sicherheit vorausgesagt werden kann. Zuletzt hatte der Rat dem für die Umsetzung notwendigen Verkauf eines städtischen Grundstücks an die Stadtsparkasse zugestimmt. Nun muss der Entwurf das normale Genehmigungsverfahren durchlaufen. Auch der Abriss des bestehenden Gebäudes erfordere eine gewisse Zeit, so Cybulski.  

Fast 70 Interessierte, darunter zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner, hatten im Januar die Chance genutzt, um sich über die Bauabsichten der Stadtsparkasse und den Ablauf des geplanten Verfahrens zu informieren.  

Die Jury bestand aus vier stimmberechtigten Fachpreisrichtern oder Fachpreisrichterinnen (eine/r von der Stadt Wedel plus drei freie Architekten/Architektinnen) und drei stimmberechtigten Sachpreisrichtern (zwei Vertretende der Stadtsparkasse und eine vertretende Person aus dem Planungsausschuss), sowie ohne Stimmrecht deren Stellvertretenden, weiteren Sachverständigen und Gästen. Als Gäste wurden zum Abschluss der Informationsveranstaltung im Januar zwei Interessierte aus dem Publikum ausgelost, die die Entscheidungsfindung durch die Jury begleiteten, wenn auch ohne eigenes Stimmrecht. (16. September 2019, Stadt Wedel/Kamin)

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