Buchholz sieht Wedel als starken Digitalstandort

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsminister sendet positive Signale für die Unterstützung eines Gründungszentrums im Kreis Pinneberg.

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Digitales Kraftzentrum im Fokus: Prof. Dr. Florian Schatz (FH Wedel, von links), Prof. Dr. Jan-Paul Lüdtke (FH Wedel), Dr. Stefan Krey (TRIOPTICS), Prof. Dr. Eike Harms (FH Wedel), Niels Schmidt, Gisela Sinz (Stadt Wedel), Dr. Bernd Buchholz, Fabian Peters (Nynomic), Dr. Harald Schroers (WEP) Foto: Stadt Wedel/Kamin
Digitales Kraftzentrum im Fokus: Prof. Dr. Florian Schatz (FH Wedel, von links), Prof. Dr. Jan-Paul Lüdtke (FH Wedel), Dr. Stefan Krey (TRIOPTICS), Prof. Dr. Eike Harms (FH Wedel), Niels Schmidt, Gisela Sinz (Stadt Wedel), Dr. Bernd Buchholz, Fabian Peters (Nynomic), Dr. Harald Schroers…

Der Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Bernd Buchholz, sendet positive Signale für die Unterstützung eines Gründungszentrums im Kreis Pinneberg. Anlässlich eines Treffens im Wedeler Rathaus, bei dem die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP), die Fachhochschule Wedel und Vertreter Wedeler Unternehmen für die Einrichtung eines solchen Zentrums warben, zeigte sich Buchholz offen dafür, das Projekt unter bestimmten Voraussetzungen auch von Landesseite zu fördern.

Der WEP Geschäftsführer, Dr. Harald Schroers, hatte zuvor zusammen mit dem Vorsitzenden der WEP Gesellschafterversammlung für die WEP Kommunalholding GmbH (also der Mitgliedskommunen), dem Wedeler Bürgermeister Niels Schmidt, die Wirtschaftsregion Pinneberg und den Ablauf der Standortsuche eines Gründungszentrums vorgestellt.

Allerdings stellte der Minister als Fördervoraussetzung klar, dass es nicht darum gehen dürfe, ein Gründungszentrum einzurichten, einfach um es zu haben. Entscheidend sei, dass es vor Ort bereits eine eigene Dynamik eines starken Verbundes aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gründenden-Szene und kommunalem Umfeld geben müsse, der bereit sei, auch eigene Ressourcen zur Umsetzung einzubringen. Bei dann noch fehlenden Mitteln sehe er durchaus die Möglichkeit, dass auch das Land aus verschiedenen Fördertöpfen einen Beitrag leisten könne, um das Projekt zu realisieren.

Buchholz verwies auf die erfolgreiche Umsetzung des Projektes „Gateway 49 Accelerator“ in Lübeck, bei dem das Technikzentrum Lübeck (TZL) unter anderem mit der IHK zu Lübeck ein hochdynamisches StartUp-Ökosystem auf die Beine gestellt habe, in dem Gründende und Unternehmen aus dem Bereich Life Science, Food, Smart City, Logistik gegenseitig voneinander profitierten. Diese Struktur gehe inzwischen weit über das klassische Gründungszentrumskonzept hinaus. Mit einer Fachhochschule mit klarem Fokus auf digitale Technologien, wie Künstliche Intelligenz, IoT, E-Commerce oder IT-Sicherheit, Firmengründungen (StartUP-Bridge) und gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen sowie hiesigen Unternehmen wie der TRIOPTICS GmbH und der Wedeler Nynomic AG, die an dem Treffen ebenfalls teilnahmen, sehe der Minister besonders Wedel als natürlichen Standort für ein digitales Kraftzentrum in direkter Nähe zu Hamburg. Wichtig sei es jetzt, ein Konzept auf den Weg zu bringen, um es rechtzeitig zum nächsten Förderzyklus einreichen zu können. Entsprechende Vorbereitungstreffen sollen in nächster Zeit stattfinden.

 

Hintergrund Gründungszentrum für den Kreis Pinneberg

Der Kreis Pinneberg plant, angeschoben von der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP), die Einrichtung eines Gründungszentrums im Kreisgebiet um Firmengründende in der Startphase entscheidend unterstützen zu können. Über die Frage des Standortes wird noch entschieden. Im Interessensbekundungsverfahren möchte sich auch Wedel als Standort bewerben.  

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