BusinessPark: Stadt will Genehmigung für Bürogebäude rasch angehen

Landes- und Kreisbehörden müssen Stellungnahme abgeben. 1. Änderung des Bebauungsplans 88 soll weiterverfolgt werden.

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Am BusinessPark Elbufer soll ein Baugenehmigungsverfahren für ein Bürogebäude vorgezogen werden. Foto: Stadt Wedel

Bewegung am BusinessPark Elbufer: Die Stadt Wedel wird das Baugenehmigungsverfahren für ein erstes Bürogebäude in dem Gewerbegebiet vorziehen. Damit möchte die Stadtverwaltung den Auftrag der politischen Gremien möglichst schnell umsetzen, den der Wedeler Rat mit seinem Beschluss über den Verkauf des Grundstückes an einen Investor bekundet hatte. Bei dem geplanten Gebäude handelt es sich um einen der so genannten Elbcubes. Nach erfolgreichem Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens für den beantragten Bau, könnte der Investor mit dem Bau beginnen.

Da das im vergangenen Sommer mit der frühzeitigen Öffentlichen Beteiligung gestarteten Bebauungsplanverfahren länger dauert als erwartet, soll das Baugenehmigungsverfahren für das betreffende Einzel-Objekt vorgezogen werden und parallel laufen, um bis zum Baubeginn nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Beide Verfahren laufen unabhängig voneinander.  Da ein Bürogebäude wie der beantragte Elbcube keine nennenswerte Lärmquelle darstellt, sieht die Stadt Wedel die Interessen der Anwohner trotz Vorziehens des Genehmigungsverfahrens gewahrt.

Hintergrund:

Das Vorgehen, das Baugenehmigungsverfahren vorzuziehen, ohne wie es in den meisten Fällen üblich ist den erfolgreichen Abschluss des B-Plan-Verfahrens abzuwarten, ist einem juristischen Gutachten zufolge, das der Stadt Wedel nun vorliegt, möglich.  Nach § 35 Absatz 2 BauGB können Einzelfälle auf diese Weise zugelassen werden, wenn sie die öffentlichen Belange nicht beeinträchtigen und die Erschließung gesichert ist.

Das geplante Bürogebäude würde den zukünftigen Festsetzungen der geplanten 1. Änderung des Bebauungsplans Nummer 88 „BusinessPark Elbufer Wedel“ entsprechen. Für diese hofft die Stadtverwaltung im Frühjahr auf die Zustimmung zum Entwurf und Auslegungsbeschluss im Planungsausschuss der Stadt. Danach muss der Bebauungsplan mindestens einen Monat zur Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden ausgelegt werden, bevor der Rat der Stadt Wedel nach Abwägung und Berücksichtigung der daraufhin erfolgenden Stellungnahmen den endgültigen Satzungsbeschluss fassen kann.

Die erste Änderung des Bebauungsplanes Nummer 88 war notwendig geworden, nachdem Anwohner die geplanten Lärmobergrenzen beanstandet hatten. Bei der Erstellung der ersten Änderung des B-Plans ist die Stadt diesen Bedenken entgegengekommen und hat die Übereinkunft mit der Gegenpartei auf geringere Lärmobergrenzen in die neue Planung eingearbeitet.     

Die Stadt Wedel betont zudem, dass auch die im Verfahren befindliche erste Änderung des betreffenden Bebauungsplanes Nummer 88 möglichst rasch, am besten noch 2019, abgeschlossen werden soll. (20. Dezember 2018, Stadt Wedel/Kamin)

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