Einladung: Digitaler Markt der Nachhaltigkeit am 17. Juni

Interessierte können kostenlos an dem Online-Format teilnehmen

in Rathaus & Politik, Kultur & Bildung

Freuen sich auf die Zukunftswerkstatt zum Markt der Nachhaltigkeit (v.l.): Martin Meers, Niels Schmidt und Jens Ohde. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Freuen sich auf die Zukunftswerkstatt zum Markt der Nachhaltigkeit (v.l.): Martin Meers, Niels Schmidt und Jens Ohde. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Strategien, regionale Ansätze und interaktive Workshops rund um das Thema „Klimafreundliche Mobilität“ – GAB Umwelt Service, AWO Bildung und Arbeit, Kreis Pinneberg, der AZV Südholstein, die Stadt Wedel und die Stiftung Lebenshilfe Südholstein verlegen den diesjährigen Markt der Nachhaltigkeit als Zukunftswerkstatt ins Netz. Sie wollen damit auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise ein Zeichen setzen, dass der Klimaschutz nicht in Vergessenheit geraten darf.

Das Programm zur Veranstaltung finden Interessierte unter diesem Link. I

für Juni 2021 war der „Markt der Nachhaltigkeit“ als buntes Fest und sichtbarer Impuls auf dem Rathausplatz in Wedel geplant. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde die Veranstaltung in dem bekannten Format ins nächste Jahr verschoben. Die Organisatoren haben deshalb ein digitales Format entwickelt, das den Weg für den „Markt der Nachhaltigkeit“ 2022 dann wieder in Präsenz in Wedel ebnen soll:

Die Zukunftswerkstatt „Klimafreundliche Mobilität“ findet am 17.6.2021 von 9.00 bis ca.11.30 Uhr als digitale Veranstaltung statt.

Im Rahmen der Veranstaltung werden Vorträge zum Thema „Klimafreundliche Mobilität“ präsentiert.

In unterschiedlichen Workshops zu Themen wie „Mobilität für Menschen mit wenig Geld“, „Pendlermobilität“, „Sharing-Angebote im Kreis Pinneberg“ oder „E-Mobilität“ diskutieren wir, wie dies für und im Kreis Pinneberg aussehen kann. Ein Poetry-Slam-Workshop unter dem Motto „Unterwegs“ für Jugendliche und junge Erwachsene im Vorfeld der Veranstaltung soll den Blick auf das Thema auch in der Zukunftswerkstatt selbst weiten.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an lokale und politische Entscheidungsträger, Initiativen und Beteiligte der lokalen Mobilität sowie an Schulen, aber auch an alle anderen Personen, die sich für dieses Thema interessieren.

Die gemeinsame Vorstellung der Zukunftswerkstatt zum „Markt der Nachhaltigkeit“ am Wedeler Rathaus fand statt mit:

  • Niels Schmidt, Bürgermeister der Stadt Wedel
  • Jens Ohde, Geschäftsführer GAB Umwelt Service
  • Martin Meers, Geschäftsführer AWO Bildung und Arbeit

 

Anmeldung und Blick ins Programm:

Das Programm zur Veranstaltung finden Interessierte unter diesem Link. Interessierte können sich unter folgendem Link anmelden
https://kommunaldigital.de/zukunftswerkstatt-klimafreundliche-mobilitaet-kreis-pinneberg

 

Die Workshops und Vorträge im Detail:

 

Vorab-Workshop

„Unterwegs“ - Der Poetry-Slam-Workshop

Moderiert von Sven Kamin

Achtung: Dieser Workshop findet im Vorfeld der Veranstaltung statt, sodass mögliche Ergebnisse während der Veranstaltung gezeigt werden können.

Manchmal beginnt eine neue Zeit mit einem Wort, mit einem Bleistiftstrich auf einem Blatt Papier. Fragen, Forderungen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste – mit selbst geschriebenen Texten öffnen junge Menschen Wege in die Zukunft. In diesem Poetry Slam Workshop (sehr wahrscheinlich online) bekommen sie Ideen und Tipps für eigene Texte und für eine überzeugende Performance.

Termin: Mittwoch, 2. Juni, 16 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt

Anmeldung bis zum 31. Mai an: sven.kamin@stadt.wedel.de 

Zum Referenten:

Sven Kamin ist Poetry Slammer und konnte sich bereits drei Mal für das Finale der besten zehn der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften qualifizieren.

 

Workshop 1

Mobilität für Menschen mit wenig Geld

Moderiert und begleitet von Dr. Dieter Kienitz (AWO),

Martin Meers (AWO), Rainer Adomat (GAB) Wolfram Gambke (AWO)

Wir zeigen Ihnen einen 5-Minuten-Film der AWOBA und hoelp, der folgende Themen aufzeigt: Mobilität bei Coaching-Maßnahmen, „Hilfe auf Rädern“ in Dithmarschen, Mobil mit dem Fahrrad aus der Fahrradwerkstatt eines Sozialkaufhauses, Afrika-Hilfe/Mobilitätsexport.

Ziel des Workshops ist es mit ihnen offen zu diskutieren, wie man Menschen mit wenig Geld, z.B. Rentner mit geringer Rente, Empfängern von Arbeitslosengeld II, Asylbewerbern etc., ein höheres Maß an Mobilität ermöglichen und den Zugang zu entfernten Institutionen, Beratungsstellen etc. erleichtern könnte.

Mögliche Diskussionsfragen:

• Welche Hürden werden am meisten verzeichnet?
• Welche Auswirkungen haben die Einschränkungen?
• Was wird benötigt, um die Mobilität bedürftiger Personen zu verbessern?
• Teilen von Erfahrungen mit dem Thema; Evtl. Best-Practice-Beispiele

 

Workshop 2

Pendlermobilität: Umdenken beginnt im Kopf – Neue Wege zur Arbeit!

Moderiert und begleitet von Janne Pöppelmann (Stadt Wedel), Pia Wiebe (Kreis Pinneberg), Ute Hagmaier (AZV)

Welche Vorteile bietet betriebliches Mobilitätsmanagement? Laut statistischen Bundesamts nutzen 68 Prozent der Erwerbstätigen ihren PKW für den Weg zur Arbeit. Sogar auf kurzen Pendeldistanzen von unter 5 Kilometer nutzen noch 40 Prozent das eigene Auto für den Arbeitsweg. Da gibt es noch Luft nach oben. Welche Anreize können von Arbeitgeber*innen gesetzt werden, dass ihre Mitarbeiter*innen auf dem Weg zur Arbeit Verkehrsmittel aus dem Umweltverbund (ÖPNV, SPNV, Fahrrad, Fuß) nutzen? Klar ist, wenn eine Verlagerung auf den Fahrrad-, Fußverkehr und ÖPNV gelingt, profitieren alle: Radfahren oder zu Fuß gehen fördert nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten. Auch jeder nicht gebaute Auto-Parkplatz spart Arbeitgeber*innen Herstellungskosten zwischen 1.500 Euro (oberirdisch) und 25.000 Euro (Tiefgarage). Auch Beschäftigte sparen Kosten, die anstelle eines eigenen Autos zu Fuß, per Rad oder ÖPNV zur Arbeit kommen (UBA 2021). Der größte Profiteur ist die Lebensgrundlage der Menschen: Umwelt und Klima. Gründe gibt es also viele.

Der AZV Südholstein stellt das Projekt: „Integratives Mobilitätskonzept und den assoziierten Partnern in der Region“ (BMVI Förderprojekt „mobil gewinnt“) vor. „AZV - kommt gut an! Gemeinsam aktiv für nachhaltige Mobilität“.

Im Workshop soll herausgearbeitet werden, welche Bausteine zum Umdenken und Umsteigen zur nachhaltigen Mobilität beitragen. In einer gemeinsamen Diskussion möchten wir verschiedene Lösungsansätze für eine nachhaltigere Gestaltung der Pendler*innenmobilität und ihren Umsetzungsherausforderungen erörtern.

 

Workshop 3 / Vortrag

In Zukunft elektromobil!

Vortrag, Stadtwerke Wedel

Referentin: Julia Mahn ist bei den Stadtwerken Wedel Projektleiterin Elektromobilität und u.a. Ansprechpartnerin für Kommunen, Unternehmen und andere Großkunden, wenn es um Elektrifizierungsprojekte geht.

Wie gelingt die Elektrifizierung von Flotten oder gewerblichen Fuhrparks?

Der Vortrag beschäftigt sich konkret mit einzelnen Planungs-Schritten, die notwendig sind, um auf eine voll- oder hybridelektrische Flotte umzurüsten.

 

Workshop 4

Sharing-Angebote im Kreis Pinneberg - ein Zukunftsmodell?

Moderation: Nicola Peters

Diskussionsteilnehmer (Plenum): Timo Wiemann (Dörpsmobil SH), Karl-Heinz Schack (Vorsitzender des Seniorenbeirates Pinneberg), Helga Kock (1. Stellv. Vorsitzende des Seniorenbeirates Pinneberg), Brigitte Schack (Mitglied Seniorenbeirat Pinneberg) Carlotta (Fridays for future Kreis Pinneberg)

Der Kreis Pinneberg liegt in naher Umgebung zur Metropolregion Hamburg. Dort gibt es bereits viele verschiedene, miteinander vernetzte Mobilitätsangebote (ÖPNV, Radleih-systemen, Carsharing-Angebote, E-Scooter und –Roller, Sammeltaxen, etc.).

Im Kreis Pinneberg sind Sharing- Angebote vergleichsweise rar. Das Auto ist, wie auch in weiteren Randgebieten und ländlichen Regionen, das Hauptverkehrsmittel. Für eine umweltverträgliche und sozial gerechte Mobilität ist es aber wichtig, abseits von Großstädten vielseitige Verkehrskonzepte anzubieten. Doch welche Angebote eignen sich für die Menschen im Kreis Pinneberg?

Der Workshop richtet sich an Teilnehmer, die gemeinsam herausarbeiten möchten

• welche Mobilitätsbedürfnisse die Verkehrsteilnehmer haben,
• welchen Hindernisse es für Verkehrsteilnehmer im Mobilitätsalltag gibt,
• ob ein Bedarf für Sharing-Angebote im Kreis für die unterschiedlichen Zielgruppen besteht
• wie diese Angebote für die unterschiedlichen Zielgruppen aussehen müssten und
• wie man die Angebote umsetzten könnte.

Mit uns diskutieren u.a. Vertreter/innen des Seniorenbeirates der Stadt Pinneberg, eine Vertreterin der Fridays for future Ortsgruppe Pinneberg sowie ein Vertreter von „Dörpsmobil SH“.

Die Ergebnisse werden festgehalten und einerseits der Politik vorgelegt, andererseits für eigene Konzepte bei den Initiatoren der Veranstaltung genutzt.

Mit freundlicher Unterstützung von...