Geförderter Bau: Erdarbeiten an GHS gestartet

Energieeffiziente Bauweise sichert Fördergeld in Höhe von 681.590 Euro

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An der Gebrüder-Humboldt-Schule haben die Erdarbeiten für den Neubau des modernen Südtrakts begonnen. Foto: Stadt Wedel/Kamin
An der Gebrüder-Humboldt-Schule haben die Erdarbeiten für den Neubau des modernen Südtrakts begonnen. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Die Abrissarbeiten sind abgeschlossen nun wird gebaut: An der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) in Wedel haben die Erdarbeiten für den neuen modernen und energieeffizienten Südtrakt begonnen (Details unten). Die Abrissarbeiten hatten vier Wochen länger gedauert als geplant, weil es durch Deponie-Engpässe zu Verzögerungen bei der Abfuhr des Bauschutts gekommen war. Der Baubeginn liegt deshalb aktuell drei Wochen hinter dem Plan. Der Abschluss der Baumaßnahme ist aber weiterhin für das Ende des 3. Quartals 2023 vorgesehen.

Eine gute Nachricht für den Bau: die Förderbank KfW unterstützt den Neubau des  Südtrakts der GHS mit Mitteln des Kommunalzuschusses nach Bundesenergiegesetz mit 681.590 Euro. Bei dem Beschluss zum Bau des neuen Gebäudeteils hatten die politischen Gremien und die Verwaltung der Stadt Wedel auf die Berücksichtigung des Förderantrages beim damals bereits auslaufenden Förderprogramm gehofft. Der Förderbetrag wird nach Abschluss der Baumaßnahme und nach Nachweis der Umsetzung der angegebenen Energiesparmaßnahmen ausgezahlt. Der Bau wird deshalb eng von der KfW begleitet und geprüft.

Ausschlaggebend für die Bewilligung war die energieeffiziente Bauweise unter den Richtlinien der Effizienzgebäudeklasse 40. Durch den Einsatz von, zum Beispiel, Wärmepumpen der Geothermie, für die Erdsonden in den Boden getrieben werden, soll der neue Gebäudeteil 80 Prozent seines Wärmebedarfes selbst decken können. Der benötigte Strom dafür kommt unter anderem von einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Oberstufentraktes. Dabei soll das Gebäude den größten Teil des Jahres ganz ohne zusätzliche Wärmezufuhr auskommen – nur an sehr kalten Tagen wird zusätzlich benötigte Heizleistung durch den bestehenden Erdgas-Heizungskessel der GHS zugeführt.

Ein weiteres smartes Element des Neubaus ist eine hybride Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG), die in die Fassade integriert ist und durch die die Klassenräume individuell - zeitweise auch bei geschlossenen Fenstern – belüftet werden können. Das Öffnen der Fenster ist aber weiterhin auch möglich.   

 

 

Hintergrund Neubau Südtrakt der Gebrüder-Humboldt-Schule:

Hochmodern, größer, nahezu klimaneutral, optisch ansprechend und barrierefrei - Die Stadt Wedel setzt mit dem Neubau des Südflügels an der Gebrüder-Humboldt-Schule ein Signal für zeitgemäßen und nachhaltigen Schulbau. Nach dem positiven politischen Votum und dem Abschluss der Planungen hat in diesen Tagen die entscheidende Phase für den Neubau begonnen.

Neben acht Gruppenräume, zwei Büros, zwei Besprechungsräumen, einem Beratungsraum, drei Freizeiträumen und sechs Klassenräumen wird der neue Trakt auch über einen Fahrstuhl verfügen. Damit ist auch dieser Gebäudeteil endlich barrierefrei in allen Vollgeschossen nutzbar. Im Vergleich zum aktuellen Trakt aus dem Jahr 1968 bietet der Neubau mehr Raum auch für zusätzliche Nutzungen. Optisch wird sich der Neubau harmonisch aber mit eigenen Akzenten in die Architektur des gesamten Schulgebäudes einfügen. Zur hochmodernen technischen Ausstattung gehört auch eine fest verbaute für die die jeweiligen Räume individuell regelbare Lüftungsanlage. Durch die Nutzung von Erdwärme und Photovoltaikanlagen, wird der neue Südflügel zudem nahezu klimaneutral betrieben werden können.

Die Kostenschätzung für die Maßnahme belief sich zum Beschlusszeitpunkt mit Einrechnung der Fördermittel auf gut 5 Mio. Die nachträgliche politische Entscheidung für die hybride Lüftungsanlage führt allerdings zu zusätzlichen Kosten. Außerdem wird sich die aktuelle allgemeine Baukostensteigerung durch erhöhte Material- und Energiepreise in zusätzlichen Kosten niederschlagen. Diese allgemeine Baukostensteigerung wird aktuell mit bis zu 15 Prozent prognostiziert.

Letzte Änderung: 28.04.2022

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