Gospel und viel Herzblut: Wedels Neujahrsempfang bewegt

Antje Alpers, Dorothea Snurawa und Gisela Eichhorn mit Ehrennadel ausgezeichnet. Volles Haus zum Jahresbeginn.

in Rathaus & Politik

Ausgezeichnetes Engagement: Antje Alpers, Dorothea Snurawa und Gisela Eichhorn (von links) wurden auf dem Neujahrsempfang der Stadt von Bürgermeister Niels Schmidt (mit Bürgermeisterkette) und Stadtpräsident Michael Schernikau die Ehrennadel der Stadt Wedel verliehen. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Ausgezeichnetes Engagement: Antje Alpers, Dorothea Snurawa und Gisela Eichhorn (von links) wurden auf dem Neujahrsempfang der…
Mitreißend: Folarin Omishade (vorn) und seinem Ensemble „AfroGospel“ gelang es spielend, die Gäste zum Mitsingen und Mitklatschen zu bewegen. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Mitreißend: Folarin Omishade (vorn) und seinem Ensemble „AfroGospel“ gelang es spielend, die Gäste zum Mitsingen und…
Volles Haus: Etwa 250 Gäste waren der öffentlichen Einladung der Stadt in den Ratssaal gefolgt und lauschten der engagierten Neujahrsansprache von Stadtpräsident Michael Schernikau. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Volles Haus: Etwa 250 Gäste waren der öffentlichen Einladung der Stadt in den Ratssaal gefolgt und lauschten der engagierten…
Offene Worte: Bürgermeister Niels Schmidt war in seiner Rede für eine positive Einstellung bei der Suche nach guten Lösungen für die Stadt. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Offene Worte: Bürgermeister Niels Schmidt war in seiner Rede für eine positive Einstellung bei der Suche nach guten Lösungen…
Anerkennung: Traditionell werden beim Neujahrsempfang verdiente Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrennadel der Stadt Wedel ausgezeichnet. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Anerkennung: Traditionell werden beim Neujahrsempfang verdiente Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrennadel der Stadt Wedel…

Mit jeder Menge positiver Energie sind rund 250 Gäste beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Wedel in das neue Jahr gestartet. Der Einladung von Bürgermeister Niels Schmidt und Stadtpräsident Michael Schernikau in den Wedeler Ratssaal waren wieder viele Gäste aus dem gesamten öffentlichen Leben der Stadt  - von der Politik, und die Vereine über die Wirtschaft bis hin zu den Einsatzkräften und weiteren Interessierten - gefolgt. 

Das erste Ausrufezeichen setzte gleich zu Beginn der Veranstaltung der zahlenmäßig kleine aber stimmlich umso größere Gospelchor „AfroGospel“ unter der Leitung von Folarin Omishade. Gleich mit dem Eröffnungstitel „Hallelujah“ aus der Feder von Leonard Cohen hatten das Quartett und ihr Pianist den voll besetzten Ratssaal fest im Griff. Und spätestens bei den Wechselgesängen des mitreißenden „Rejoice“ und „We are the World“ kam Bewegung ins Publikum, sodass bis hinauf zur Galerie mitgetanzt und mitgeklatscht und mitgesungen wurde.

Stadtpräsident Michael Schernikau nahm in seiner Neujahrsansprache dieses Gefühl des Zusammenhalts auf und warb in seiner engagierten Rede für ein neues Miteinander in der Kommunalpolitik. Natürlich müssten verschiedene Lösungsansätze in der Politik verhandelt werden, allerdings dürfe es, wie in der Fußballnationalmannschaft, den Spielern oder in diesem Fall den Politikern niemals nur um ihre Vereinsinteressen gehen, sondern nur um den gemeinsamen Erfolg. Nur so könne es gelingen auch die Bürgerinnen und Bürger wieder mehr für die Politik in ihrer Stadt zu interessieren: „Wir können Big Points nur gemeinsam setzen.“

In einer sehr offenen und persönlichen Ansprache machte Bürgermeister Niels Schmidt die Zuhörenden auf eine kleine aber entscheidende Wahrheit aufmerksam: „Das Leben ist nicht einfach.“ Und das führe eben auch dazu, dass es keine einfachen Lösungen für große Herausforderungen geben könne. Jeder einzelne müsse „raus aus seiner eigenen kleinen Meinungsfilterblase“ und anerkennen, dass auch andere Meinungen ihre Berechtigungen hätten, so Schmidt. Durch die gemeinsame Suche nach der besten Lösung könnten viele Fehler  - wenn auch nicht alle – vermieden werden. Die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Initiativen der Stadt, darunter auch die zahlreichen Einsatzkräfte der Feuerwehr, lebten diesen Ansatz schon jetzt beispielhaft vor, so Schmidt. Bei aller durchaus auch berechtigten Kritik an verschiedenen Entscheidungen von Politik und Verwaltung gelte es einen Neuanfang zu wagen, auch das Gute zu sehen und mit positiver Einstellung nach Lösungsansätzen zu suchen: „Wir sind niemals da wo wir noch hinwollen.“        

Wie wichtig solche positiven Projekte für die gesamte Stadt sein können, zeigte die Auszeichnung dreier hoch engagierter Wedelerinnen mit der Ehrennadel der Stadt: 

Antje Alpers wurde für ihr unermüdliches Wirken im Förderverein der Stadtbücherei Wedel dem sie seit vielen Jahren immer neue Impulse gibt sowie unter anderem für ihre Tätigkeit in der MS-Selbsthilfegruppe in verschiedenen Seniorenwohnheimen geehrt. 

Mit ebensoviel Herzblut ist Gisela Eichhorn seit mehr als zwölf Jahren in der Seniorenanlage Heinrich-Gau tätig. Wo immer dort eine zupackende Hand, ein offenes Ohr oder ein verständiges Wort von Nöten ist, ist Eichhorn zur Stelle. Auch in der Sterbebegleitung steht sie die Hauptamtlichen ehrenamtlich zur Seite.

Dorothea Snurawa wiederum baut Brücken zwischen den Generationen. In Ihrer Zeit im Seniorenarbeit hat sie die Zeitzeugenbörse aufgebaut, die ältere und jüngere Menschen zusammenbringt und dafür sorgt, dass das Wissen der Alten über das Leben in der Rolandstadt an die Jungen weitergegeben werden kann.

Unter langem Applaus für das Wirken der drei Geehrten übergaben Bürgermeister Schmidt und Stadtpräsident Schernikau die Ehrennadeln.

Im Anschluss an den Festakt im Ratssaal, der mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne beschlossen wurde, nutzten die Besucher beim Sektempfang die Gelegenheit, weiter ins Gespräch zu kommen und gleich das ein oder andere Projekt in Bewegung zu setzen.   (14. Januar 2018, Stadt Wedel/Kamin) 

Mit freundlicher Unterstützung von...