Nordumfahrung: Bund stellt Finanzierung in Aussicht

Informationsgespräch in Itzehoe. Leistungsfähigkeit der Trasse muss nachgewiesen werden.

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Unter bestimmten Voraussetzungen kann der bisherige Eigenanteil der Stadt von 7,8 Millionen Euro an der Nordumfahrung…

Bei den Planungen der Nordumfahrung für Wedel geht es weiter voran. Bei Gesprächen in Itzehoe im Februar zwischen Vertretern der Stadt Wedel, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Kiel/Itzehoe (LBV), Verkehrsministerium, Kiel (MWVATT) war über die Voraussetzungen gesprochen worden, unter denen der bisherige Eigenanteil der Stadt von 7,8 Millionen Euro (als Differenzbetrag zur Südumfahrung) entfallen kann.

Diese Ergebnisse waren am Montag in einem Informationstreffen den Fraktionsvorsitzenden des Wedeler Rates und weiteren politischen Vertretern vorgestellt worden.

Die wichtigsten Eckpunkte des Gespräches in Itzehoe:

Um den Differenzbetrag Süd- zu Nordumfahrung nicht finanzieren zu müssen, muss die Stadt Wedel nachweisen, dass die Nordumfahrung die leistungsfähigste aller in Betracht gezogenen Trassen (ausdrücklich inklusive der Südumfahrung) ist. Das heißt, dass auf ihr mehr Fahrzeuge die bisherige Trasse in einer kürzeren Zeit umgehen, als auf anderen Streckenvarianten.

Jeder Knotenpunkt (zum Beispiel Kreuzungen) auf der Strecke verlängert die Fahrtzeit. Bisher sind für eine Gesamtförderung durch den Bund zwei Knotenpunkte, nämlich der Abzweig von der B 431 am westlichen Stadtausgang und die Auffahrt auf die L 105 aus Richtung Pinneberg akzeptiert. Um die Leistungsfähigkeit der Nordumfahrung zu sichern, ist die Zahl weiterer aus städtischer Sicht erforderlicher Knotenpunkte so gering wie möglich zu halten. Zudem ist die Notwendigkeit detailliert zu begründen. Zum Beispiel sind Leistungsfähigkeitsuntersuchungen vorzulegen.

Eine Bundesstraßen-Ortsumgehung, das machte das Informationsgespräch deutlich, ist grundsätzlich keine Erschließungsstraße. Neu geplante Baugebiete seien grundsätzlich über das städtische Netz zu erschließen und Ausnahmen müssten unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit entsprechend gut begründet sein. In diesem Zusammenhang sollen nun Lösungen geprüft werden, wie das geplante Neubaugebiet Wedel Nord auch über andere Wege als die Bundesstraßen-Ortsumgehung erschlossen werden kann. So könnte die Entwicklung von Wedel Nord von den Planungen zur Nordumfahrung entkoppelt werden. (14. März 2019, Stadt Wedel/Kamin) 

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