Schulauer Hafen ist Thema der Zeitzeugenbörse am 8. Oktober

Eintritt ist frei. Anekdoten, Erlebnisse und Erinnerungen sind Besuchermagnet.

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Eisgang im Hafen. Die Wedeler Zeitzeugenbörse will am Dienstag, 8. Oktober, ab 10 Uhr im Raum Vejen im Wedeler Rathaus…
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Großes Interesse: Mehr als 50 Teilnehmende und Gäste waren zum Juli-Treffen der Zeitzeugenbörse zum Thema „Landwirtschaft…
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Die Leiterin der Zeitzeugenbörse Almut Goroncy führte souverän und mit viel guter Laune durch den kurzweiligen Vormittag.…
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Zahlreiche Wedeler Zeitzeugen ließen die Gäste in munterer Folge an ihren Erinnerungen teilhaben. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Die Erinnerungen der Zeitzeugen sind eine wichtige Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart der Rolandstadt. Foto: Stadt…

Sie geben Wedels Geschichte ein Gesicht: Die Zeitzeugenbörse Wedel erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das Nächste öffentliche Treffen findet am Dienstag, 8. Oktober, um 10 Uhr im Rathaus Wedel, Raum Vejen, statt. Gäste sind wie immer herzlich willkommen, um Fragen zu stellen, den Erinnerungen der Zeitzeugen zuzuhören und selbst ihre eigenen Erlebnisse am Schulauer Hafen beizusteuern. Das Thema ist diesmal „Geschichte und Geschichten rund um den Schulauer Hafen“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Zeitzeugen, die am Schulauer Hafen gelebt, gewohnt oder gearbeitet haben, werden dazu von ihren persönlichen Erlebnissen im oder am Hafen erzählen.  

Zu Beginn will sich die Gruppe um Leiterin Almut Goroncy an Hand von Bildern und einigen geschichtlichen Daten mit der Vorgeschichte des Schulauer Hafens vertraut machen. Was wurde von Schiffern aus Schulau, Spitzerdorf und Wedel mit Frachtsegler transportiert? Warum wurde es 1899 nötig, den natürlichen Tidehafen im Liethgraben zum Schulauer Hafen auszubauen? Zudem geht es darum, wie sich  der Hafen in den nachfolgenden Jahrzehnten weiter entwickelte.

Auch das Treffen der Zeitzeugenbörse zum Thema Landwirtschaft im Juli hatte zahlreiche Besucher ins Rathaus geführt. Hier der Nachbericht zu dieser Veranstaltung:

Die Geschichte Wedels fasziniert und ist frischer, jünger und unterhaltsamer als mancher denken mag. Das zeigte sich auch wieder beim jüngsten Treffen der Zeitzeugenbörse im Wedeler Rathaus. Mit mehr als 50 Teilnehmenden und Interessierten platzte der Sitzungsraum Vejen beinahe aus allen Nähten als die Aktiven der Zeitzeugenbörse Wedel um Projektleiterin Almut Goroncy das Thema „Landwirtschaft früher“ in den Fokus nahmen.

In munterer Abfolge stellten zahlreiche Zeitzeugen ihre persönlichen Erinnerungen an das landwirtschaftliche Leben vor, das noch vor rund 50 Jahren viel enger mit dem Alltag der Einwohnerinnen und Einwohner verzahnt war als heute. Von den Tricks und Wundern bei der Geflügelschlachtung bis hin zum „selbstlosen“ Einsatz der damals Jugendlichen mit den Pferden bei der Ernte spannte sich ein großer thematischer Bogen, der nie die Spannung verlor. Viele Berichte der Zeitzeugen ließen auch bei den Gästen lang vergessene Erinnerungen wach werden, etwa wenn es um das richtige Schärfen der Sense mit dem Wetzstein oder das Einbringen des Getreides mit dem Pferdewagen ging.

Durch die verschiedenen Lebenswege, die einige Zeitzeugen erst im Laufe ihres Lebens in die Rolandstadt „verschlagen“ haben, kamen immer wieder auch Kindheits- und Jugenderinnerungen aus anderen Regionen, etwa der Hallig Langeness oder von ostpreußischen Gütern zur Sprache. Die Erinnerungen der Zeitzeugen – das konnten die Gäste in jedem Moment eindrucksvoll erleben, sind ein wichtiger Schatz, der besonders wertvoll wird, wenn er geteilt wird. So hatten die Zeitzeugen auch eine wichtige Erinnerung an ihre Jugend im Gepäck, die heute oft völlig vergessen scheint: Wer mit den gerade vorhandenen Zutaten frisch kocht, muss für die Ernährung der Familie gar nicht viel Geld ausgeben.

Hintergrund Zeitzeugenbörse:

Die Zeitzeugenbörse Wedel besteht seit 2009 und wurde von Dorothea Snurawa ins Leben gerufen. Inzwischen hat Snurawa die Leitung an Almut Goroncy weitergegeben. Die Zeitzeugen treffen sich regelmäßig am zweiten Dienstag im ersten Monat eines jeden Quartals um 10 Uhr im Wedeler Rathaus. Das nächste Treffen ist damit am 8. Oktober um 10 Uhr im Raum Vejen. Die Zeitzeugenbörse organisiert neben den Treffen auch Begegnungen von Wedeler Zeitzeugen mit Schulklassen, um das historische Erbe der Rolandstadt an die jüngsten Generationen weiterzugeben. Wegen der großen Resonanz soll das Thema Landwirtschaft im kommenden Jahr noch einmal aufgegriffen werden. Informationen gibt es unter www.zeitzeugenboerse-wedel.de oder direkt bei Almut Goroncy unter der Telefonnummer 04103/5217 oder per E-Mail unter tumlago(at)kabelmail.de. (25. September 2019, Stadt Wedel/Kamin)

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