Sicherer Schulweg: Östliche Einfahrt in die Wiedetwiete wird gesperrt

Maßnahme war von Anwohnenden vorgeschlagen worden.

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Ab Anfang September dürfen motorisierte Fahrzeuge nicht mehr von der Pinneberger Straße in die Wiedetwiete einbiegen. Der Bereich soll auf diese Weise fahrradfreundlicher gestaltet werden. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Ab Anfang September dürfen motorisierte Fahrzeuge nicht mehr von der Pinneberger Straße in die Wiedetwiete einbiegen. Der Bereich soll auf diese Weise fahrradfreundlicher gestaltet werden. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Die Stadt Wedel schützt Schulwege und Radfahrende. Aus diesem Grund setzt die Verkehrsaufsicht der Stadt Wedel nun eine Maßnahme um, die Wedelerinnen und Wedeler auf den Planungswerkstätten zum Mobilitätskonzept vorgeschlagen hatten: Die Einfahrt in die Straße Wiedetwiete aus der Pinneberger Straße und dem gegenüber mündenden Breiten Weg wird ab Anfang September für motorisierte Fahrzeuge gesperrt. Die Ausfahrt aus der Wiedetwiete auf die Pinneberger Straße bleibt weiter möglich. Zudem wird eine Aufstellfläche für Fahrradfahrende vor der Ampel eingerichtet. Die entsprechende Beschilderung soll voraussichtlich in der ersten Septemberwoche angebracht werden. Ziel ist es die Durchgangsverkehre in Richtung Westen aus dem Wohngebiet wieder auf die entsprechend ausgebauten Hauptachsen Pinneberger Straße und B 431 zu holen und damit schwächere Verkehrsteilnehmende - zum Beispiel Schulkinder - zu schützen. Personen, die zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind, können weiterhin von östlicher Richtung in die Wiedetwiete einfahren. 

Die Wiedetwiete war zunehmend als ampelloser Schleichweg in Richtung Lülanden und Holm genutzt worden.

Dadurch, dass die Ausfahrt auf die Pinneberger Straße möglich bleibt, sind motorisierte Anwohnende nur bei der Anfahrt zu Ihren Grundstücken betroffen, indem sie einen Umweg über die Wiedestraße nehmen müssen. Die Abfahrt bleibt wie gewohnt möglich. Der Vorteil der Maßnahme für die Anwohnenden, den Durchgangsverkehr aus dem Wohngebiet zu nehmen und damit die Sicherheit zu erhöhen, gleicht diesen Nachteil aus Sicht der Stadt aber mehr als aus.  

Die Verkehrsaufsicht hat hier den entsprechenden Vorschlag der Anwohnenden und des Jugendbeirates aufgenommen, den Durchgangsverkehr um das Wohnquartier herumzuleiten. Dieser Vorschlag war bereits vorher, aber auch ganz konkret in den Planungswerkstätten vorgestellt worden. Zudem hatte auch die Radverkehrsinteressengruppe des ADFC eine entsprechende Lösung befürwortet und die Einrichtung einer Aufstellfläche für Fahrradfahrende ins Gespräch gebracht. Auch konnte die Stadt Wedel in diesem Bereich bereits auf eigene Erkenntnisse zurückgreifen: schon während der langen Bauphase des Eckhauses Pinneberger Straße / Wiedetwiete war die Einfahrt von der Pinneberger Straße mehrere Monate lang nicht möglich. Rückmeldungen aus dieser Phase an die Stadt Wedel hatten gezeigt, dass die Anwohnenden diese Lösung für vorteilhaft gehalten hatten. Die Sperrung der Einfahrt in die Wiedetwiete aus östlicher Richtung ist damit die erste Maßnahme, die auf die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Entwicklung des Mobilitätskonzeptes zurückgeht.

 

Hintergrund Mobilitätskonzept

Die Stadt Wedel hat aktuell 15 Handlungsbausteine zur Mobilität in Wedel vorgestellt, in die die Ideen von Wedelerinnen und Wedelern eingeflossen waren, die diese bei der Online Umfrage und auf den Planungswerkstätten vorgebracht hatten. Sie stellen Vorschläge dar die nun von Öffentlichkeit und Politik diskutiert werden können. Umsetzungsbeschlüsse gibt es deshalb derzeit noch nicht. Mehr Informationen dazu gibt es unter diesem Link.   

Letzte Änderung: 25.08.2022

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