Stadt hat TSV-Immobilien übernommen – Bestandsaufnahme läuft

Verein soll unterstützt und die Sportstätte für die Stadt gesichert werden

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Regina Flesken vom Gebäudemanagement der Stadt Wedel erhielt am 1. Juli vom ersten stellvertretenden Geschäftsführenden Vorsitzende des Wedeler TSV, Michael Schleef, den symbolischen Schlüssel für die bisherigen TSV-Immobilien überreicht. Foto: Stadt Wedel/Kaminski
Regina Flesken vom Gebäudemanagement der Stadt Wedel erhielt am 1. Juli vom ersten stellvertretenden Geschäftsführenden Vorsitzenden des Wedeler TSV, Michael Schleef, den symbolischen Schlüssel für die bisherigen TSV-Immobilien überreicht. Foto: Stadt Wedel/Kaminski

Die Stadt Wedel hat zum 1. Juli, wie von der Ratsversammlung im Dezember 2020 beschlossen, den Erbbaurechtsvertrag mit dem Wedeler TSV für das Grundstück an der Bekstraße aufgehoben. Damit sind nun auch die Turnhalle und das Vereinsheim in das Eigentum der Stadt Wedel übergegangen. Der erste stellvertretenden Geschäftsführende Vorsitzende des Wedeler TSV, Michael Schleef, übergab den symbolischen Schlüssel an Regina Flesken vom Gebäudemanagement der Stadt Wedel.

Ziel der Maßnahme, die der Wedeler TSV selbst vorgeschlagen hatte, ist es, den Verein finanziell von den Unterhaltskosten für die Gebäude zu entlasten. Gleichzeitig soll so auch die sportliche Nutzung der Räume und der Halle für Wedelerinnen und Wedeler durch die Überführung in städtisches Eigentum weiter gesichert werden. Mit der Auflösung des Erbbaurechtsvertrags soll der nach eigenen Angaben größte eingetragene Verein der Stadt bei seinen Bestrebungen unterstützt werden, ein zukunftsfähiges Sportangebot für die Rolandstadt vorhalten zu können.

Für die Stadt Wedel steht nun zunächst eine Bestandsaufnahme an. Nach Sichtung der Gebäudesubstanz soll ein Konzept darüber entwickelt werden, welche Nutzung der Räume kurz und mittelfristig möglich sein wird. Schon während der Vorgespräche über die Realisierung war der Umstand klar benannt worden, dass bei den Gebäuden ein nicht unerheblicher Investitionsstau besteht. Die Stadt wird nun prüfen, welche Sanierungsmaßnahmen für welche Art der Nutzung notwendig sind.

Mit den Gebäuden übernimmt die Stadt Wedel auch die bestehenden Mietverträge zum Beispiel den einer naheliegenden Kita, die bisherige Räume des TSV für ihr Betreuungsangebot nutzt. Ob und unter welchen Voraussetzungen ein Gastronomiebetrieb im nun ehemaligen Vereinsheim fortgeführt werden kann und soll, darüber laufen bereits erste Gespräche. Eine Reihe von Räumen hatte bisher auch die Stadt Wedel als Unterbringungsmöglichkeiten angemietet. Diese Mietkosten spart die Stadt künftig ein. Allerdings musste die Stadt aus Stadtmitteln eine noch bestehende Hypothek ablösen. Der per Gutachten ermittelte Wert des Grundstücks und der Immobilien liegt aber deutlich darüber.

Für die Aufrechterhaltung des Vereinssports wurde dem Wedeler TSV zunächst der Fortbestand des Nutzungsrechtes für, zum Beispiel, den Fitnessraum eingeräumt. Die weitere Nutzung der nun städtischen Sporthalle soll dem Wedeler TSV auch bis auf Weiteres zur Fortführung seiner Sportangebote ermöglicht werden, sofern kein anderer Bedarf seitens der Stadt besteht (zum Beispiel ein städtischer Hallenbelegungsplan).

Mit der Übernahme der Gebäude ist auch der Gedenkstein des TSV für seine Weltkriegstoten in das Eigentum der Stadt Wedel übergegangen. Der Stein stand wohl ursprünglich an der alten TSV-Halle am Rosengarten. Das Wedeler Stadtarchiv hat die Recherchen zur Geschichte des Steins aufgenommen, um einen würdigen Umgang mit dem Gedenkstein sicherzustellen.

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