Umweltbeirat lädt zu Experten-Vorträgen über Elbvertiefung ein

Veranstaltung in der VHS Wedel am 13. Februar 2020, um 18:30 Uhr.

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Das  Hopper-Baggerschiff „Scheldt River“ bei Arbeiten für die Elbvertiefung vor Wedel im Juli 2019. Foto: Stadt Wedel/Kamin
Das Hopper-Baggerschiff „Scheldt River“ bei Arbeiten für die Elbvertiefung vor Wedel im Juli 2019. Foto: Stadt Wedel/Kamin

Der Umweltbeirat der Stadt Wedel liefert Informationen zu aktuellen Umweltthemen in der Rolandstadt. Seit Beginn des Planungsverfahrens zur bislang 9. Elbvertiefung ist das Thema ein Dauerbrenner und sorgt für heftige Diskussionen entlang der Elbe und in der Metropolregion Hamburg: Die Fahrrinnenvertiefung auf 13,50 m (tideunabhängig) und streckenweise erhebliche Verbreiterung entlang des gut 100 km langen Elbästuars von Hamburg bis Cuxhaven scheidet die Geister wie kaum ein anderes Umweltthema im Norden. Befürworter  halten die Fahrrinnenanpassung für notwendig, damit der Hafen Hamburg als Knoten der internationalen Schifffahrt konkurrenzfähig bleibt. Gegner lehnen die Maßnahmen ab, weil sie den ökologischen Zustand des Elbeästuars verschlechtern können. Aber welches sind die Maßnahmen speziell im Wedeler Elbabschnitt und welche Konsequenzen können sie für Wedel haben?

Diesen Fragen will die Informationsveranstaltung des Wedeler Umweltbeirats am 13. Februar um 18:30 in der Volkshochschule Wedel nachgehen. Zum Auftakt werden Dr. Norbert Winkel, Wissenschaftler im Bereich Wasserbau an Flussmündungen und Küsten der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), und Jörg Oellerich, Leiter des Ausbauvorhabens Wasserstraße Elbe der Hamburg Port Authority (HPA), kurze einleitende Vorträge halten, gefolgt von einer öffentlichen Diskussion.  Themen der Vorträge von jeweils etwa 20 Minuten sind unter anderen: Maßnahmen des Fahrrinnenausbaus vor Wedel, Auswirkungen auf  Hydrodynamik, Hochwassersituation und –prognosen, Sedimenttransport, Verschlickung, Unterhaltsbaggerei, Verbringung des Ausbaubaggerguts. 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am 13. Februar ab 18.30 bis ca. 20 Uhr zu diesen Themen zu informieren und die beiden vortragenden Experten zu befragen. Die Veranstaltung findet in der Volkshochschule Wedel statt. 

 

Hintergrund:

Nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern begannen im Juli 2019 die Baumaßnahmen – unüberhörbar für die Anwohner besonders im Streckenabschnitt vor Wedel. Hier wurden große Maßnahmen eingeleitet, denn hier wird die Fahrrinne auf etlichen Kilometern  um fast 100 m verbreitert und zu einer Begegnungsbox ausgebaut, in der vier große Schiffe sich begegnen oder sich überholen können.  Diese Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne betrifft nahezu die gesamte Wedeler Uferlinie samt Hafenanlagen und wassernahen Freizeitzonen.

Neben den Veränderungen in der gesamten Elbmündung sind Veränderungen entlang des Elbufers in Wedel nicht auszuschließen. Die Stadt Wedel stellte in einer Stellungnahme  zum Planfeststellungsverfahren folgende  Punkte mit Bedeutung für die lokale Situation ins Zentrum: zunehmende Verschlickung der Häfen, erwarteter Anstieg der Sedimentation und der Unterhaltsbaggerungen in der Begegnungsbox,  notwendige Erhaltung der Uferabschnitte Strandbad Wedel und östlich Willkommhöft und Verhinderung der Sandabspülungen sowie Änderungen der Standfestigkeit des Elbhochufers durch Versteilung des Querschnitts und Erhöhung des Hochwasserstands.

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