Verkehrssicherheit: Kastanie am Gertrud-Seele-Weg gefällt

Weißfäule am Kronenansatz hatte den Baum zu stark geschädigt und die Bruchsicherheit gefährdet

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Diese Kastanie am Gertrud-Seele-Weg war durch Weißfäule im Kronenansatz zur Gefahr für Fußwegnutzende geworden und musste nun gefällt werden. Foto: Stadt Wedel
Diese Kastanie am Gertrud-Seele-Weg war durch Weißfäule im Kronenansatz zur Gefahr für Fußgängerinnen und Fußgänger geworden und musste nun gefällt werden. Foto: Stadt Wedel

Die Stadt Wedel sorgt für die Sicherheit von Kindern und Erwachsenen auf ihren Wegen. Aus diesem Grund ist in dieser Woche eine Kastanie am Gertrud-Seele-Weg Höhe Hausnummer 3 durch den Bauhof gefällt worden. Grund für die Entscheidung der Stadt Wedel, den Baum zu fällen, ist eine fortgeschrittene Weißfäule im Kronenansatz des geschädigten Baumes und eine zu drei Vierteln abgestorbene Krone.

Ursache dafür ist das Bakterium Pseudomonas syringae pv. Aesculi in Verbindung mit holzzersetzenden Austernseitlingen. Das ist ein Pilz, der eine rasche Weißfäule verursacht und damit die Bruchsicherheit massiv einschränkt, sodass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann.

Bäume dürfen nur in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar gefällt werden. Aus Verkehrssicherungsgründen sind Ausnahmen zulässig. Die Untere Naturschutzbehörde ist informiert. Der Artenschutz wird durch eine Inaugenscheinnahme vorab gewährleistet. Eine Nachpflanzung erfolgt voraussichtlich in den nächsten Wochen.

 

Hintergrund Baumkontrollen in Wedel

Bäume sind wichtige Helfer für ein intaktes Ökosystem in Wedel. Die Stadt Wedel versucht deshalb nicht zuletzt durch ihre neue Baumschutzsatzung, den Baumbestand zu erhalten und nach Möglichkeit zu erweitern. Alle öffentlichen Bäume im Stadtgebiet werden von zertifizierten Baumkontrolleuren und Baumkontrolleurinnen begutachtet. Ziel ist es, Schädigungen frühzeitig zu erkennen und im Zweifel Maßnahmen zur Erhaltung des geschädigten Baums treffen zu können.

Andererseits dienen die Baumkontrollen auch dazu, mögliche Gefahren für Fußgängerinnen und Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmende, zum Beispiel durch den plötzlichen Abbruch instabiler Äste, frühzeitig zu erkennen. Erst wenn die Gefahr für die Wedelerinnen und Wedeler durch baumpflegerische Maßnahmen nicht mehr zu bannen ist, führt kein Weg mehr an einer Fällung vorbei. Entnommene Bäume werden durch Nachpflanzungen an anderer oder gleicher Stelle ersetzt. Auch wenn sie für die Entfaltung des vollen positiven Effekts auf das städtische Ökosystem dann wieder Jahre an Wachszeit benötigen.

Für Fragen rund um das Thema Bäume steht der Stadtexperte der Stadt Wedel, Dominik Klaus, per E-Mail (d.klaus(at)stadt.wedel.de ) oder unter der Telefonnummer 04103 / 707 – 335 zur Verfügung.

Mit freundlicher Unterstützung von...