Verwaltung legt Aktionsplan zur Information über Grundwasser vor

In Sieben Schritten sollen die jeweiligen Fälle analysiert werden, sodass eine individuelle Beratung erfolgen kann.

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Der Aktionsplan zur Information zum Thema Grundwasser in Wedel, soll am 7. März im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss…

Die Stadt Wedel setzt ihre Ankündigung, betroffene Einwohnerinnen und Einwohner über gestiegene Grundwasserstände zu informieren konsequent um. Ein erster Baustein bei diesem Bemühen war bereits die jüngste Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses, in der Vertreter der Unteren Wasserbehörde und des LLUR grundlegende Informationen zur Grundwassersituation gegeben hatten.  

Dabei war deutlich geworden, dass die Idee einer allgemeinen stadtgebietsumfassenden Absenkung des Grundwasserspiegels aller Wahrscheinlichkeit nach keine Aussicht auf Erfolg habe. Wegen der heterogenen Bodenstruktur gebe es nach Aussage der Experten von der Genehmigungsbehörde zum Beispiel keine Garantie dafür, dass das Wasser im Falle einer Wiederaufnahme der Wasserförderung gleichmäßig, d.h. an allen betroffenen Stellen, absinken würde.  Es könne zudem äußerst schwierig werden, das geförderte Wasser in die Elbe abzuleiten. Es müssten Leitungen gebaut werden. Ob der Umweltschutzgedanke, der Schutz und die sparsame Verwendung des Grundwassers bei einem solchen Projekt berücksichtigt würden, sei ebenfalls fraglich. 

Die Stadt Wedel möchte deshalb Betroffenen Informationen und Beratungen zu möglichen punktuellen baulichen und wassertechnischen Fragestellungen geben und stellt deshalb einen Aktionsplan für die Information betroffener Einwohnerinnen und Einwohner vor.

Der Aktionsplan sieht sieben Schritte vor, die zunächst die genaue Untersuchung der einzelnen höchstwahrscheinlich vom Grundwasseranstieg betroffenen Gebäude und der möglichen Ursachen umfassen. Wie von den Betroffenen ausdrücklich gewünscht, will die Stadt, so der Plan, einen Aufruf an Betroffene starten, sich bei der Stadt mit ihrem Schaden zu melden. Anschließend soll aus diesen Ergebnissen ein Raummodell erstellt werden. Neben der öffentlichen Vorstellung der Ergebnisse sollen so auch individuelle Beratungen Betroffener zu geeigneten Gegenmaßnahmen möglich werden.   

Die Schritte im Einzelnen:

Schritt eins:
Sichtung aller der Stadt und dem Kreis gemeldeter Wasserschäden an Gebäuden und Auswertung hinsichtlich der kleinräumigen Gegebenheiten, dem Zeitpunkt der Meldung, der Auflagen und Genehmigungstatbestände, die aus den vorhandenen Bauakten zu ersehen sind.

Schritt zwei:
Vorortbesichtigung ausgewählter Objekte unter Heranziehung baulich technischen Sachverstands und Sichtung der von den Eigentümern zur Verfügung gestellten Gutachten.

Schritt drei:
Wie von den Betroffenen gewünscht erfolgt ein Aufruf, sich bei der Stadt Wedel zu melden bei Wasserschäden an Gebäuden mit Nennung des Zeitpunktes und genauen Ortes des Auftretens und ggf. Zur-Verfügung-Stellung möglicher vorhandener Gutachten. Diese Wasserschäden werden wie unter Schritt eins untersucht.

Schritt vier:
Erstellung eines Raummodells, dessen Aufgabe es ist, räumliche Konzentrationen von Wasserschäden im Stadtgebiet Wedel aufzuzeigen.

Schritt fünf:
Die kleinräumigen Konzentrationen von Wasserschäden werden in einem weiteren Schritt untersucht (Topographie, Veränderungen der Bodenbeschaffenheit aufgrund von Bautätigkeiten, ggf. Sichtung von Wasserständen in Messstellen).

Schritt sechs:
Diese Ergebnisse, d.h. Ermittlung der derzeitigen Wasserschäden an Gebäuden und Auswertung der jeweiligen Gegebenheiten, die Erarbeitung eines Raummodells um räumliche Konzentrationen im Stadtgebiet lokalisieren zu können und die Untersuchung der kleinräumlichen Determinanten werden je nach Rückmeldungen und Bearbeitungsaufwand frühestens  Mai/Juni 2019 im Umwelt-‚ Bau- und Feuerwehrausschuss vorgestellt.

Schritt sieben:
Nach der Vorstellung im Umwelt-‚ Bau- und Feuerwehrausschuss wird eine Informationsveranstaltung angeboten. Hier sollen die oben genannten Ergebnisse präsentiert werden und konkrete Beratungen für individuelle Lösungen angeboten werden. Hierzu werden neben den Fachbehörden, der Verwaltung und Stadtentwässerung auch Sachverständige für Gebäudewasserschäden eingeladen, der die genannte Beratung durchführt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Dieser Aktionsplan wird am 7. März den Mitgliedern des Umwelt-, Bau, und Feuerwehrausschusses vorgestellt. Die Tagesordnung finden Sie hier. (25. Februar 2019, Stadt Wedel/Kamin)

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