„WEDEL-at-BUSINESS“: Starke Akzente beim Netzwerktreffen

Mehr als 100 Teilnehmer. Bürgermeister wirbt für Gründerzentrum an der Elbe.

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Bürgermeister Niels Schmidt informierte die „WEDEL-at-BUSINESS“-Gäste in seiner Präsentation über die wirtschaftliche…
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„Setz die Segel, volle Kraft voraus“ – Lennart Eisbrenner und Nathalie Becker, die das Netzwerktreffen im Schulauer Fährhaus…
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Bürgermeister Niels Schmidt und das erweiterte Team der Wedeler Wirtschaftsförderung schaffen mit „WEDEL-at-BUSINESS“ einmal…

„Setz die Segel!“ – die Zeile aus dem Lied „Du bist mein Anker“, mit dem das Duo „Nordweh“ die mehr als 100 Gäste der fünften Auflage von „WEDEL-at-BUSINESS“ für spannende Gespräche in Stimmung brachte, hätte passender kaum sein können. Denn in der Tat hatte das Netzwerktreffen, zu dem die Wirtschaftsförderung der Stadt Wedel die Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft in der Rolandstadt im Jahresrhythmus einlädt, einigen frischen Rückenwind im Gepäck.

Bürgermeister Niels Schmidt hatte in seiner kurzen präzisen Keynote eine Standortbestimmung und Eckpfeiler für die Entwicklung der Wedeler Wirtschaft in der jüngsten Vergangenheit und der nächsten Jahre skizziert. Besonders freute sich Schmidt über die erfolgreiche Vermarktung des städtischen Gewerbegebietes Langenkamp, die nun abgeschlossen ist. In den 25 Unternehmen, die nun an dem neu entwickelten Standort einen Platz gefunden haben sind in den vergangenen Jahren etwa 600 neue Arbeitsplätze entstanden. Der Schlüssel für das weitere Wachstum Wedels sind die 130.000 Quadratmeter Nettobaufläche des BusinessPark Elbhochufer, für den Ende 2019 der Satzungsbeschluss für die 1. Änderung des Bebauungsplans 88 gefasst werden soll. Von 2016 bis 2019 gab es hierfür bereits 238 Anfragen von Unternehmen. 45 davon hätten Interesse an Flächen von jeweils mehr als 10.000 Quadratmetern angezeigt. 

Bewegung komme, so Schmidt, auch in die Diskussion um die Einrichtung eines Gründerzentrums für den Kreis Pinneberg. Hier geht Wedel als ein möglicher Standort ins Rennen. Für Wedel sprächen dabei die vorhandenen Ansiedlungsflächen im BusinessPark, die gute Vernetzung mit der in der Rolandstadt ansässigen Fachhochschule Wedel und die Nähe zu Hamburg, wodurch Wedel eine Brücke für Gründer in den Kreis Pinneberg schlagen könne und so auch die anderen Kommunen des Kreises von einem Standort an der Elbe profitieren könnten. Ein Gründerzentrum im Kreis Pinneberg wäre strategisch gelegen das erste zwischen den vier bereits bestehenden Gründerzentren an der schleswig-holsteinischen Westküste und dem Großraum Hamburg. Darüber hinaus tagte in dieser Woche bereits zum zweiten Mal der „Initiativkreis Wedel“ für ein Gründerzentrum im Kreis Pinneberg, der die Rahmenbedingungen für einen möglichen Standort Wedel und die damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklungschancen für die Rolandstadt und die anderen Kommunen im Kreis Pinneberg auslotet. Dabei wurde deutlich, dass mit der Fachhochschule Wedel, die aktuell ihre Gründungsbemühungen mit Förderung durch den Bund noch weiter professionalisieren will, bereits eine echte Keimzelle für Gründungen im Kreis Pinneberg existiert. Jedes Jahr gehen derzeit im Schnitt rund fünf Unternehmensgründer aus dem Absolventenkreis hervor.

Auch bei der Sanierung des Wedeler Hafens kommt die Stadt Wedel voran. Nach der Freigabe der Fördermittel für die Ostpromenade als letzte wichtige Etappe für die Fertigstellung des Hafens (Baubeginn ab Frühjahr 2020) soll auch der Bau des Hafenkopfhotels noch in diesem Herbst beginnen. Für die Entwicklung des neuen Stadtteils Wedel Nord informierte der Verwaltungschef über die aktuellen Planungen, nach denen das Gebiet in zwei Bauabschnitten durch ein Investorengespann aus zwei Partnern realisiert werden soll. Geplant sind hier 1000 neue Wohneinheiten, von denen 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnraum für Geschosswohnungsbau sein werden. Im Zuge der Realisierung sind auch der Neubau von zwei Kindertagesstätten und einer Schule vorgesehen.

Besondere Erwähnung fand das Projekt „Klimapartner für Wedel“ bei dem sich Wedeler Unternehmen, die mit innovativen Maßnahmen für den Klimaschutz vorangehen, zusammengeschlossen haben, um Know-how auszutauschen und weitere Unternehmen für klimaschonende Ideen zu gewinnen. Mit einer spektakulären Sprühkreiden-Guerilla-aktion hatten die Klimapartner im vergangenen Monat im gesamten Stadtgebiet auf sich aufmerksam gemacht.

Nach dem kompakten Informationsblock und den musikalischen Leckerbissen von Lennart Eisbrenner und Nathalie Becker als hochharmonisches Duo „Nordweh“ nutzten die Besucherinnen und Besucher den Rest des Abends dafür, neue Kontakte zu knüpfen, alte Verbindungen zu pflegen und das ein oder andere gemeinsame Projekt auf den Weg zu bringen. Der Wedeler Wirtschaftsförderer Manuel Baehr freute sich anschließend über den regen Austausch der Unternehmensrepräsentierenden untereinander und den vitalen Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung.    

Traditionell ist „WEDEL-at-BUSINESS“ die Gelegenheit im Wedeler Wirtschaftskalender, bei der Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Branchen zusammentreffen. Die Wedeler Wirtschaftsförderung lädt zu diesem Format seit 2015 einmal im Jahr ein breites Spektrum von Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen aus der Rolandstadt zum gemeinsamen Austausch ein. (23. September 2019, Stadt Wedel/Kamin)

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