Netzwerk stellt „Klimapartner-Apfelsaft“ vor

Unternehmensverbund rettet Äpfel und versüßt die Vorweihnachtszeit

in Rathaus & Politik, Top-News

Regionaler „Klimapartner“-Apfelsaft als Beispiel für klimafreundliche Nahrungsmittel-Erzeugung (von links): Sabine Wosikowski (Stadtwerke Wedel), Ralph Dieckmann (Streuobstwiese Wedel), Thomas Henke (Seat Henke), Martina Langeloh (Seat Henke), Jens Krippahle (Stadtsparkasse Wedel), Peter Germann (Klimaschutzmanager). Foto: Stadt Wedel/Kamin
1/2
Regionaler „Klimapartner“-Apfelsaft als Beispiel für klimafreundliche Nahrungsmittel-Erzeugung (von links): Sabine Wosikowski (Stadtwerke Wedel), Ralph Dieckmann (Streuobstwiese Wedel), Thomas Henke (Seat Henke), Martina Langeloh (Seat Henke), Jens Krippahle (Stadtsparkasse Wedel), Peter…
Der Saft im 3-Liter-Behälter mit dem Klimapartner-Logo wird ab sofort an den Marktständen der Streuobstwiese Wedel auf Wochenmärkten in der Rolandstadt angeboten. Stadt Wedel/Kamin
2/2
Der Saft im 3-Liter-Behälter mit dem Klimapartner-Logo wird ab sofort an den Marktständen der Streuobstwiese Wedel auf Wochenmärkten in der Rolandstadt angeboten. Stadt Wedel/Kamin

„Klimafreundlich. Regional. Lecker“ - Die „Klimapartner für Wedel“ versüßen den Herbst mit einem Apfelsaft aus naturbelassenen Wedeler Äpfeln. In Zusammenarbeit mit dem Team der Streuobstwiese Wedel, die 700 Kilo Äpfel stellte, hat das Wedeler Unternehmensnetzwerk diese erste Aktion nach der Corona-Pause auf die Beine gestellt. Insgesamt knapp 500 Liter Apfelsaft konnten so auf dem Wedeler Haidehof gepresst und abgefüllt werden. Der Saft im 3-Liter-Behälter mit dem Klimapartner-Logo wird ab sofort an den Marktständen der Streuobstwiese Wedel auf Wochenmärkten in der Rolandstadt angeboten. Haupt-Ziel hinter der Aktion: Klimaschutz durch regionale Nahrungsmittel, die ohne lange Transportwege und Pestizideinsatz direkt in Wedel produziert und vertrieben werden. Doch es profitieren noch andere von der Aktion: Die Initiative WeKi erhält als Spende zwei Euro pro verkauftem Apfelsaftbehälter, die zum Preis von sieben Euro abgegeben werden.

Die Apfelpressaktion, die mehrere Hundert Kilo einwandfreie Äpfel davor bewahrte, einfach kompostiert zu werden, ist ein Beitrag im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung und für klimafreundliche Ernährung: Denn für jeden konsumierten Liter an regionalem Apfelsaft können beispielsweise Supermarkt-Säfte aus Citrusfrüchten mit langen, CO2-intensiven Transportwegen vermieden werden. Das ifeu-Institut hat errechnet, dass an einem Liter Orangen-Direktsaft etwa 650 bis 700 Gramm CO2-Äquivalente „anhaften“, was ungefähr einer Autofahrt von 3,5 Kilometern entspricht.

Die Aktion soll – als willkommenen Nebeneffekt – die Wedeler Klimaschutz-Netzwerke bekannter machen und durch neue Gesichter mit frischen Ideen den Hemmnissen durch Corona eine positive Dynamik entgegensetzen: Hierfür befindet sich auf der Seite des Behälters ein extra Etikett mit QR-Codes, die Interessierte direkt auf die entsprechenden Netzwerk-Websites lotsen; Peter Germann, Klimaschutzmanager der Stadt Wedel, ermutigt auch Unternehmen, die bisher noch nicht Teil des Netzwerkes sind, sich bei Interesse mit ihm in Verbindung zu setzen: „Wer sich die Netzwerkarbeit einmal unverbindlich anschauen möchte, kann sich sehr gern bei mir melden. Wir freuen uns immer über neue Gesichter und frische Impulse.“ Peter Germann ist zu erreichen unter der Telefonnummer 04103/707-333 oder per E-Mail unter p.germann(at)stadt.wedel.de .

Namensgebend für den Saft ist das Unternehmens-Netzwerk „Klimapartner für Wedel“, aus dessen Reihen die finanzielle Unterstützung geflossen ist, die für die Produktion des Saftes benötigt wurde. Konkret geht der Dank für die großzügige Beteiligung an: Stadtsparkasse Wedel, Stadtwerke Wedel und das Autohaus Seat Henke.

Hauptarbeit und großer Dank von Klimaschutzmanager Peter Germann geht an die Akteure der Streuobstwiese Wedel, die nicht nur das Pressen organisiert haben, sondern nun auch den Apfelsaft jeden Samstag auf dem Wedeler Wochenmarkt bei Wind und Wetter verkaufen. Bei der Umsetzung beteiligt war zudem das zivilgesellschaftliche Netzwerk „Wedel ist Regional“.

 

Hintergrund „Wedel ist regional“

Seit gut drei Jahren ist das Gemeinschaftsprojekt, das nach der 3. Wedeler Klimaschutzkonferenz gegründet wurde, auf dem Weg, und der Einfallsreichtum und das Engagement aller Beteiligten überraschte dabei sogar die Initiatorinnen und Initiatoren selbst. Ziel des Netzwerks „Wedel ist regional“ ist es, durch öffentlichkeitswirksame Aktionen den Klimaschutz immer wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und praktische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, sodass die Bevölkerung von Wedel Schritt für Schritt dem Ziel der Klimaneutralität näherkommt.

 

Hintergrund „Klimapartner für Wedel“

Die „Klimapartner für Wedel sind ein Netzwerk von Wedeler Unternehmen, das auf der städtischen Klimaschutzkonferenz im Oktober 2017 ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, das individuelle Engagement der Unternehmen im Klimaschutz über Informationskampagnen und originelle Aktionen sichtbarer zu machen. Das geschieht getreu dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber!. Dadurch sollen andere Betriebe dazu motiviert werden, sich ebenfalls für den Klimaschutz stark zu machen und sich dem Netzwerk anzuschließen. Darüber hinaus organisiert das Klimaschutzmanagement regelmäßige Veranstaltungen für die Mitgliedsunternehmen, in denen unter anderem über aktuelle Fördermöglichkeiten, Beratungsangebote und Innovationen im Klimaschutz informiert wird.

Mit freundlicher Unterstützung von...