Bade-Tod in der Elbe

Schwimmer löst Großeinsatz von Rettungskräften aus - und blieb verschwunden. Bürgermeister Schmidt warnt eindringlich vorm Baden in der Elbe

in Leben in Wedel, Freiwillige Feuerwehr

Etwa in Höhe des Graf Luckner Hauses bildeten die Boote von DLRG und Feuerwehr eine Suchkette.
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Etwa in Höhe des Graf Luckner Hauses bildeten die Boote von DLRG und Feuerwehr eine Suchkette.
Auch beim Einsatz umsichtig wegen Corona: Wedeler Feuerwehrleute mit Maske.
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Auch beim Einsatz umsichtig wegen Corona: Wedeler Feuerwehrleute mit Maske.
Die Wasserschutzpolizei hatte vorm Willkomm Höft Position bezogen.
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Die Wasserschutzpolizei hatte vorm Willkomm Höft Position bezogen.

Tragödie auf der Elbe vor Schulau: Mehr alls 80 Einstzkräfte aus verschiedenen Hilfsorganisationen und aus drei Bundesländern haben am Donnerstagnachmittag und -abend eine vermisste Person an und auf der Elbe bei Wedel gesucht. Die Suche wurde nach mehreren Stunden erfolglos eingestellt.

Um 17:35 Uhr wurde die Feuerwehr Wedel gemeinsam mit weiteren Kräften zu einer Person im Wasser im Bereich der Elbe beim Schulauer Fährhaus in Wedel alarmiert. Augenzeugen hatten einen Notruf bei der Rettungsleitstelle in Elmshorn abgesetzt, nachdem sie einen Schwimmer im Fahrwasser der Elbe vor Willkommhöft gesehen haben, der nicht mehr aufgetaucht ist. Den ersten Einsatzkräften vor Ort wurde von Augenzeugen berichtet, dass eine Person im Wasser treibend gesichtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt bestand jedoch kein Sichtkontakt mehr.

Einsatzleiter Uwe Brandt forderte darufhin n weitere Einsatzkräfte an und teilte die Einsatzstelle in mehrere Suchgebiete auf. Letztendlich kamen neben der Feuerwehr und dem DLRG Wedel, die Taucherguppen der Feuerwehren Hamburg, Itzehoe und Stade zum Einsatz. Außerdem wurden insgesamt zehn Boote und ein Hubschrauber der Bundespolizei zur Unterstützung der Personensuche eingesetzt. Weiter im Einsatz war die Landes- und Wasserschutzpolizei, sowie der Rettungsdienst.

Die Boote der Einsatzkräfte von DLRG und Feuerwehr bildeten eine Suchkette und wurden dabei von Rettungsschwimmern im Wasser unterstützt. Bei mehreren Booten, unter anderem auch bei dem Motorrettungsboot "Pinnau" der DLRG Wedel, kam ein sogenanntes Sidescan-Sonar zum Einsatz, mit dem Personen und Gegenstände unter Wasser geortet werden können. Mehrere mögliche Fundorte wurden daraufhin von Tauchern der DLRG und Feuerwehr abgesucht - ohne Erfolg.

Nach vier Stunden wurde die Suche vor Ort eingestellt. Weitere Maßnahmen, sowie die Ermittlungsarbeiten obliegen der Polizei.

Nach unbestätigten Informationen von wedel.de soll die Person vom sognannten "Hundestrand" östlich des Schulauer Fährhauses ins Wasser gegangen sein. In diesem Zusammenhang weist Wedels Bürgermeister Niels Schmidt noch einmal dringend darauf hin, dass an den Elbstränden ein Badeverbot besteht. Der Fluss kann tückische Strömungen aufweisen. Sog und Schwell-Wellen der großen Frachter können Personen von den Beinen reißen und Richtung Flussmitte saugen. 

(Torben Fehrs/Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, Martin Leuschner /DLRG Wedel, Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 13.8.2020)