NABU-Vogel-Sommerserie: Höckerschwan

Marco Sommerfeld, Leiter der Vogelstation in der Wedeler Marsch, verrät jeden Sonnabend Interessantes aus der Tierwel

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Von wegen hässliches Entlein - schöner Höckerschwan! Foto: Sven Buchwald/NABU
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Von wegen hässliches Entlein - schöner Höckerschwan! Foto: Sven Buchwald/NABU
Marco Sommerfeld freut sich über jeden Vogel-Fan, der die NABU-Station besucht.
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Marco Sommerfeld freut sich über jeden Vogel-Fan, der die NABU-Station besucht.

Der Höckerschwan gehört zu den Entenverwandten und ist in Deutschland ganzjährig vertreten. Er wird von 140 bis 160 Zentimeterm groß und hat oft einen eleganten S-förmigen gebogenen Hals. Sein Schnabel ist rotorangefarbig mit schwarzen Höckern, bei weiblichen Tieren ist er kleiner. Er besitzt einen langen spitzen Schwanz, der vor allem beim Gründeln auffallend ist.

Zudem ist er wenig lautfreudig und gibt nur selten schnarchende, zischende und fauchende Laute von sich. Wenn er jedoch fliegt, ist ein lautes, singendes-wummerndes Fluggeräusch zu hören. Sie versuchen sehr große Reviere zu verteidigen, damit sich die Familie ausreichend mit Nahrung versorgen kann. In der Wedeler Marsch haben dieses Jahr zwei Paare gebrütet. In den letzten Jahren haben regelmäßig im Sommer ein dutzend  Höckerschwäne auf dem Gewässer an NABU Vogelstation gemausert- das heißt sie haben alle Handschwingen gleichzeitig gemausert und sind für mehrere Wochen flugunfähig. Während dieser Zeit ernähren sie sich insbesondere von Wasserpflanzen wie der Kanadischen Wasserpest, die bis in ein Meter Tiefe gefressen werden. (Marco Sommerfeld/NABU, 1.8.2020)