Nach der Halbzeit zog Iserlohn davon

Nach 20 Spielminuten führten die Pro B-Bseketballmannschaft des SC Rist auswärts gegen die Iserlohn Kangaroos mit 40:38. Am Ende stand es 79:96 aus Wedeler Sicht.

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Gut gekämpft: Aurimas Adomaitis. Foto: Mannigeaux
Gut gekämpft: Aurimas Adomaitis. Foto: Mannigeaux

Erstmals in dieser Saison stand Justus Hollatz im SC-Rist-Kader, auch Aurimas Adomaitis war nach seiner Wadenverletzung wieder dabei. „Er hat gekämpft und das gut gemacht, aber es fehlen natürlich noch ein paar Prozent, ein bisschen Schnelligkeit und Spritzigkeit“, sagte Trainer Benka Barloschky zur Rückkehr des Litauers.

Wie in der Vorwoche machten die Rister im ersten Viertel einen guten Eindruck, erzielten 25 Punkte. Jammal Schmedes (drei Dreier) und Hollatz (zwei Dreier) waren mit bis dahin perfekter Trefferquote von außen daran nicht ganz unbeteiligt.

Zwar büßte man bis zur Halbzeit (40:38) ein paar Punkte der Führung ein, blieb aber vorn. Deutlich zum Tragen kam im zweiten Viertel Adomaitis’ Präsenz im korbnahen Bereich, immer wieder wurde der Litauer als Anspielstation gesucht und gefunden. Auch Yngve Jentz besaß gute Szenen und nutzte seine Möglichkeiten zum Korbabschluss. „Wir haben eine gut erste Halbzeit gespielt, damit waren wir grundsätzlich ganz zufrieden. Leider haben wir nicht so viel Kapital daraus geschlagen, wie wir hätten müssen. Wir waren in der ersten Halbzeit deutlich besser als Iserlohn, haben es aber nie geschafft, wirklich konsequent eine Führung herauszuspielen“, so Barloschky. Das lag unter anderem am Auslassen guter Abschlussmöglichkeiten, auch an einer verbesserungswürdigen Freiwurfquote. „Aber wir waren grundsätzlich sehr gut im Spiel“, sagte der Trainer.

Mit der Wiederaufnahme im Anschluss an die Halbzeit änderte sich das zusehends. Iserlohn setzte sich im dritten Viertel auf 60:52 ab. Die Wedeler Wurfquote sank, während die Gastgeber stetig punkteten, vorrangig über den ehemaligen Rister Moritz Hübner und Toni Prostran. Beim Ertönen der Schlusssirene des dritten Abschnitts erhöhte Iserlohns Kanadier Tanner Nicholas Graham mit einem Dreier im Zurückfallen auf 66:60. Noch war alles drin, aber die erhoffte Wedeler Rückkehr zum guten Eindruck, den man vor der Halbzeit hinterlassen hatte, blieb aus.

Schmedes’ Ausrufezeichen per Dunking in Bedrängnis und anschließend getroffenem Freiwurf in den ersten Sekunden des vierten Abschnitts vermochten dem anhaltenden Aufschwung der Sauerländer nur kurzzeitig Einhalt zu gebieten. Iserlohn machte sich auf 77:67 und dann noch weiter davon. Auffällig: Die fünf im ersten Viertel getroffenen Wedeler Dreier blieben bis in die Schlussminute die letzten. Das sah bei den Hausherren anders aus, Iserlohn steigerte sich vor allem nach der Halbzeit deutlich, erzielte starke 58 Punkte innerhalb von 20 Spielminuten und gewann verdient.

„In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr geschafft, die Energie zu bringen, die wir in der ersten Halbzeit noch hatten. Das hat Iserlohn klar bestraft“, sagte Barloschky. Der Ärger über verpasste Korbchancen habe sich auch auf die Leistung in der Verteidigung ausgewirkt, erläuterte er: „Wir haben dann defensiv nicht mehr die Energie gehabt, und das war auf jeden Fall ein großes Problem“, betonte Barloschky. Knapp 80 Punkte zu erzielen, sei gut, sich aber 96 einzufangen deutlich zu viel, unterstrich er.

Eine weitere bittere Pille hatte es bereits in den Schlusssekunden des ersten Viertels gegeben. Nach einem Sprung im Kampf um den Ball kam Fabien Kondo unglücklich auf und hielt sich am Boden liegend mit schmerzverzerrtem Gesicht das linke Knie. Für den 18-Jährigen ging es nicht weiter, eine Diagnose steht noch aus. (Moritz Korff/SC Rist, 16.11.2020)

  • SC Rist (Punkte): Hollatz (23), Adomaitis, Schmedes (je 15), Rich Igbineweka (13), Jentz (9), Kröger (3), Blessing (1), Hoffmann, Kondo, Möller, Paukste, Schrader.

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