DLRG weiter auf Erfolgskurs

Jahreshauptversammlung der Lebensretter: mehr Mitglieder

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DLRG-Vorsitzender Jochen Möller blickt optimistisch nach vorn.
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DLRG-Vorsitzender Jochen Möller blickt optimistisch nach vorn.
Bürgermeister Niels Schmidt: "Meine Unterstützung sage ich ausdrücklich zu."
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Bürgermeister Niels Schmidt: "Meine Unterstützung sage ich ausdrücklich zu."

Auch wenn derzeit die Corona-Krise die Trainingsmöglichkeiten in der BADEBUCHT einschränken, lassen sich die Aktiven der DLRG Wedel davon nicht unterkriegen. Das zeigte sich auf der Jahreshauptversammlung im Ernst-Barlach-Saal. Wie Vorsitzender Jochen Möller mitteilte, wird der Ausbildungsbetrieb dort im September wieder starten. "Er muss es, denn Schwimmen lernen ist wichtig!"

Das zeige sich daran, dass mittlerweile 60 Prozent der Grundschulabgänger in Deutschland gar nicht oder nicht sicher schwimmen können, 25 Prozent der Kinder hätten keinen Zugang zu Bädern. Möller plädierte erneut für den Bau eines Lehrschwimmbeckens in der BADEBUCHT, weil der Bedarf nach Kursen immens sei, gestand aber ein, dass es derzeit nicht einfach sei, das auch zu realisieren.

Bürgermeister Niels Schmidt stellte in seinem Grußwort heraus, dass die Stadt alle Anstrengungen unternehme, das Vereins- und Schulschwimmen zu erhalten. Corona habe allerdings dazugeführt, dass das Defizit der BADEBUCHT noch einmal um 600.000 bis 700.000 Euro steigen werde. Man müsse das städtische Haushaltsdefizit von mittlerweile vier bis fünf Millionen Euro strukturell lösen. Viele Kommunen in der Größenordnung Wedels hätten schon gar keine Bäder mehr, jedoch sei eine gute Schwimmausbildung wichtig. Schmidt: "Meine Unterstützung sage ich ausdrücklich zu." Die Bedeutung der DLRG zeige sich aber nicht allein darin, sondern auch in Notfällen wie dem jüngst vermisssten Schwimmer in der Elbe. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr hatten Bootsbesatzungen der DLRG die vermisste Person gesucht.

Allerdings ist nicht alles grau, es gibt auch positive Nachrichten, Mit 518 Mitgliedern habe die DLRG noch einmal ein Plus von 18 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Laut Jochen Möller sei der Zulauf weiterhin stark, insbesondere in der Jugend. Das Spendenaufkommen sei konstant, die finanzielle Lage positiv. Möller bedankte sich noch einmal explizit für die Zuwendungen aus der Stadtkasse und von den vielen Firmen und Einzelspendern.

Das Geld wird unter anderem dafür verwendet, den Betrieb der Wache am Starndbad zu gewährleiste, wo insgesamt 40 Helferinnen und Helfer den Sommer über Dienst tun. Nicht nur dort wird Sanitätsdienst geleistet, auch als Unterstützung für die Sanitäter der Rettungsdienstkooperation kommt die DLRG zum Einsatz: Allein in dieser Funktion konnten im vorigen Jahr zwölf Menschen wiederbelebt werden.

Zurück zur Ausbildung:123 Kinder machten mit der DLRG ihr "Seepferdchen", 24 Bronze-, 20-Silber und 14 Gold-Prüfungen wurden abgenommen - eine stattliche Leistung, die durch ein Lehrschwimmbecken noch einmal gesteigert werden könnte.  

Die DLRG stellt ihre Webseiten bundesweit auf ein neues Layout um. Das neue Layout ist responsive und läuft damit auch auf mobilen Geräten, wie Smartphones und Tablets. Der Internetauftritt der DLRG Wedel ist schon im neuen Layout online. Er wird in den nächsten Wochen immer weiter ausgebaut. Unter anderem wird dann auch eine online-Spende möglich sein. Das ist wichtig, denn die Finanz-Planung bedingt durch Corona sehr schwierig. Es fehlen zirka  9000 Euro an Beiträgen, da die Schwimmbeiträge für zwei Quartale nicht eingezogen wurden, da Schwimmunterricht und -Training nicht möglich waren. (Martin Leuschner /DLRG, Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 17.8.2020)

 

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