Neuer Helgoland Katamaran nimmt Formen an

Die Flensburger Förde Reederei Seetouristik (FRS) lässt bei der australischen Werft AUSTAL einen neuen Hochgeschwindigkeitskatamaran bauen. Der Doppelrümpfer wird im Frühjahr 2018 geliefert und in der neuen Saison Passagiere aus Wedel nach Helgoland bringen.

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Der neue Helgoland Katamaran © FRS – Green Spear Design
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Der neue Helgoland Katamaran © FRS – Green Spear Design, Der neue Helgoland Katamaran © FRS – Green Spear Design
Der Barbereich auf dem Oberdeck.
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Der Barbereich auf dem Oberdeck., Der Barbereich auf dem Oberdeck.
Die Premium Class des Helgoland Katamarans.
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Die Premium Class des Helgoland Katamarans., Die Premium Class des Helgoland Katamarans.

Der Bau des neuen Katamarans liegt gut im Zeitplan. Aktuell arbeiten 247 Werftarbeiter und 60 Mitarbeiter im Hintergrund auf den Philippinen und in Australien an dem Schiff, in welchem 127 Tonnen Aluminium verbaut werden. Die Außenhülle steht bereits, nun beginnen der Ausbau und die Gestaltung des Innenraums. Das Innendesign wurde von dem australischen Designbüro Spear Green entworfen. Die Designer setzen auf eine helle und freundliche Raumatmosphäre. Mit hochwertigen Materialien, einem ausgewogenen Farbzusammenspiel und einem ansprechenden Lichtkonzept wird der neue Katamaran moderner und komfortabler als der „Halunder Jet“. Eine Bar mit Blick auf das Wasser, breitere Sitze aus Leder, mehr Beinfreiheit und größtmögliche Fenster machen den Katamaran zum Salon auf hoher See.

Bei der Entwicklung des Neubaus liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Komfort der Passagiere. Dafür wurde unter anderem die Form des Schiffs so entwickelt, dass es auch bei stärkerem Seegang stabil im Wasser liegt und die Wellenbewegung für Passagiere weniger spürbar ist.  AUSTAL setzt dabei auf neueste Technologien. Das hochmoderne Bewegungsdämpfungssystem reduziert die Schiffsbewegungen auf ein Minimum und sorgt für eine angenehme Fahrt – auch bei einer Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten (ca. 65 km/h). „Austal ist weltweit führend im Bau von Hochgeschwindigkeitskatamaranen und auf Schiffe in Aluminiumbauweise spezialisiert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Jan Kruse, Geschäftsführer von FRS. Der neue Katamaran wird in Cebu auf den Philippinen gebaut und im Frühjahr 2018 nach Hamburg überführt.

Der neue Katamaran bietet viel Platz und Komfort
Auf einer Länge von rund 56 Metern und einer Breite von 14 Metern bietet der neue Katamaran Platz für 692 Passagiere – das sind 20 Prozent mehr Kapazität als der Halunder Jet fasste. Großzügig sind auch die Freiflächen: Sowohl auf dem Ober- als auch auf dem Brückendeck gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten, von denen die Passagiere den Ausblick genießen können. Jeder Sitz verfügt zudem über einen USB-Anschluss, um auch unterwegs mobile Endgeräte laden zu können. Über zahlreiche Flachbildschirme erhalten die Passagiere wichtige Informationen zum Ziel und erfahren Wissenswertes entlang der Wegstrecke. Wer die Premium Class bucht, hat darüber hinaus Zugang zu einem VIP-Balkon. Auch Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität können mithilfe eines Aufzugs zwischen den beiden Passagierdecks, behindertengerechter Toiletten und dank spezieller Plätze für Rollstühle sowie Plätzen mit beweglichen Armlehnen  alle Bereiche des neuen Schiffes nutzen.

Der „Halunder Jet“ ist seit 2003 in Betrieb und wurde speziell für den Helgolandverkehr konzipiert. Künftig wird er als „Clipper V“ auf der Strecke Vancouver – Victoria für Clipper Navigations, eine Tochterfirma der FRS, eingesetzt. 

Mit dem Neubau will die FRS ihre Marktposition im Helgolandverkehr sichern und ausbauen. „Wir haben uns die Entscheidung, den „Halunder Jet“ aus dem Helgolandverkehr abzuziehen, nicht leicht gemacht“, berichtet Jan Kruse. „Er ist jedoch für unsere Expansionspläne in Nordamerika das ideale Schiff. Zudem sind wir überzeugt, dass wir mit dem Neubau ein sehr schönes, komfortables und seegängiges Schiff im Helgolandverkehr präsentieren werden, das bei den Passagieren viel Anklang finden wird.“

Der Baufortschritt des Katamarans kann auf der Website http://www.helgoline.de/neubau/bautagebuch/ verfolgt werden. (Fördereederei Seetouristik, 6.12.2017)

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