"Pinnau" und "Rantzau" für die DLRG

Zwei neue Boote für den Wasserrettungszug Kreis Pinneberg im Schulauer Hafen übergeben

in Elbe Maritimes, Leben in Wedel

Claudia Stolz im Tauf-Einsatz: Die Frau des Landrats Oliver Stolz wünschte den Booten mit einer perlenden Rede und reichlich Champagner nur das Beste.
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Claudia Stolz im Tauf-Einsatz: Die Frau des Landrats Oliver Stolz wünschte den Booten mit einer perlenden Rede und reichlich…
Die "Pinnau" wird geslippt und...
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Die "Pinnau" wird geslippt und..., Die "Pinnau" wird geslippt und...
...schwimmt prächtig! Die Frau des Landrats hatte also einen guten Job gemacht.
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...schwimmt prächtig! Die Frau des Landrats hatte also einen guten Job gemacht., ...schwimmt prächtig! Die Frau des Landrats…
Dank ihrer Rollen im Rumpf kann die "Rantzau"direkt von der Straße ins Wasser geschoben werden.
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Dank ihrer Rollen im Rumpf kann die "Rantzau"direkt von der Straße ins Wasser geschoben werden., Dank ihrer Rollen im Rumpf…

Die Frau ist gewissenhaft. Claudia Stolz hatte fleißig recherchiert, damit bei den Schiffstaufen alles perfekt ablaufen konnte. Denn schließlich ging es ja um nicht mehr oder weniger, als solchen Booten einen Namen zu geben, die sich im Katastrophen-Fall bewähren müssen. Mögliches Unglück verursacht durch eventuelle Verstöße gegen Bräuche bei Namensgebung konnte man da ganz und gar nicht gebrauchen. So hielt die Frau des Landrates Oliver Stolz die Vorgaben ein, die sie in ihrer Festrede genannt: Die Taufe wurde an keinem Freitag durchgeführt, die Taufpatin war nicht rothaarig und auch gerade nicht in Erwartung von Nachwuchs - wie sie augenzwinkernd bemerkte. Es passte also alles am Schulauer Hafen inklusive Kaiserwetter und schwungvollen Shanties des Spitzerdorf-Schulauer Männergesangvereins. Jeweils eine Flasche Schampus leerte Claudia Stolz glückbringend über der "Pinnau" und der "Rantzau" aus, begleitet vom Hipp-hipp-hurra der Gäste.

Mitglieder der DLRG aus Wedel, Pinneberg, Uetersen, Quickborn, Elmshorn und Barmstedt bilden den Wasserrettungszug, der im Ernstfall alle Aufgaben übernehmen soll, die bei Hochwassert anfallen können.Dazu zählen unter anderem die Evakuierung von Menschen und Tieren, Personenrettung, Sucheinsätze, Taucheinsätze, Bergungseinsätze und Deichsicherungsmaßnahmen.

Landrat Oliver Stolz würdigte in seiner Ansprache das Engagement der Lebensretter. Er dankte für deren ehrenamtlichen Einsatz nicht allein in Notlagen, sondern auch insgesamt zum Wohle der Gesellschaft, beispielsweise auch durch die Jugendarbeit. Und Stolz dankte auch den Politikerinnen und Politikern des Kreistages, die den Kreis Pinneberg systematisch für den Katastrophenschutz stärken. Rund 110.000 Euro haben sie für die beiden Alu-Boote bereitgestellt. Die "Pinnau" ein rund 7,5 Meter langes Hochwasserboot mit zwei 80 PS starken Außenbordern wird im Wedeler Tonnenhafen stationiert, die "Rantzau", 4,40 Meter lang und mit 25 PS bestückt wird von der Bootsgruppe Barmstedt betreut. Gemeinsam werden die Retter aus allen Städten üben, und bei Unglücken nicht nur im Kreis Pinneberg, sondern auch andernorts eingreifen zu können. So waren Retter aus der Region in der Vergangenheit beispielsweise schon bei den Hochwassern im Oberlauf der Elbe hilfreich dabei.

Wedels DLRG-Vorsitzender Jochen Möller und Dieter Dolezal, Leiter des Wasserrettungszuges aus Pinneberg, bedankten sich für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit den politischen Gremien sowie mit der Verwaltung. Im Anschluss durfte der Landrat als oberster Katastrophenschützer des Kreises Pinneberg sich noch selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Technik machen: bei einem kleinen Törn auf die Elbe. (Jörg Frenzel / kommunikateam GmbH, 31.10.2016)

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