Run auf den Rolandpokal

Mehr als 500 Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der DLRG trafen sich in Wedel

in Elbe Maritimes, Tourismus & Freizeit

1/4
Mit Gurtretter unterwegs - zum Glück nur im Wettkampf und nicht im Einsatz.
2/4
Mit lautstarker Unterstützung der Vereinskameraden schwimmt es sich noch einmal so gut.
3/4
Unbestechlich - die Zeiten wurde sorgfältig genommen, Aktive aus allen Ortsgruppen stellten Helfer.
4/4
Gehört auch zum Wettkampf: Eine Rettungspuppe wird vom Grund geholt.

Einmal im Jahr wird Wedel zur Hauptstadt der DLRG. Aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus treffen sich hier Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, andere Menschen aus dem Wassern zu retten, beziehungsweise sie durch Schwimmunterricht so vorzubereiten, dass eine Rettung nicht erst notwendig wird. Bei den Schwimm-Wettkämpfen um den "Rolandpokal" zeigten sie ihr Können - und verlebten ein unterhaltsames Wochenende in der Rolandstadt.

Im 80. Jahr der DLRG Wedel wurde der "Rolandpokal" zum 47. Mal ausgeschrieben - nur wenige Wettbewerbe verfügen über eine derart lange Tradition. Diesmal waren 83 Mannschaften dabei - von Ahrensburg bis Altona, von Bochum bis Berlin, von Ratzeburg bis Rostock. Erstmalig dabei war ein Team von der Insel Föhr. Die BADEBUCHT war der Schauplatz des Spektakels.

Im Gegensatz zum Kräftemessen bei "normalen" Schwimmern, kommt es bei den Akteuren der DLRG nicht allein auf Geschwindigkeit an. Da müssen beispielsweise auch Hindernisse untertaucht werden oder ein Gurtretter muss gezogen werden, mit dem im Ernstfall Verunglückte abzuschleppen sind oder die Schwimmerinnen und Schwimmer müssen mit sperrigen Puppen ihre Bahnen ziehen.

Einzigartig für Wedel und damit die Königsdisziplin: die "Rolandstaffel." Jede Ortsgruppe stellt dazu eine Mannschaft mit fünf Schwimmern aus jeder Altersklasse, vom Zwölfjährigen bis zum Senior - ein Generationen übergreifendes Team. In dieser Disziplin tauchen alle Elemente des Rettungsschwimmens auf.

Das Team aus dem Bezirk Oder-Spree schnitt am besten ab. Doch eigentlich haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der DLRG Lorbeeren verdient. Denn sie sind ehrenamtlich im Dienste der Allgemeinheit aktiv. Nicht nur, dass ohne sie in vielen Orten der Republik der Schwimmunterricht undenkbar wäre, auch schieben sie im Sommer Wachdienste an den Küsten und Badeseen, stellen Kräfte für den Katastrophenschutz und organisieren Sanitätsausbildung und und und...

Und nach dem Wettkampf wurde kräftig gefeiert. In der Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule, in der mehr als 200 auswärtige Gäste untergebracht waren, stärkten sich die Sportlerinnen und Sportler nach einem anstrengenden Tag zunächst mit lecker Geschnetzeltem und Ratatouille, die wie immer von den KöchInnen des Mensa-Vereins liebevoll zubereitet worden waren, bevor es zur Siegerehrung und danach auf die Tanzfläche ging - DJ Roberto ließ es auch in seinem 15. Einsatzjahr ordentlich krachen. Nach Informationen von wedel.de ging die Party erst gegen 4 Uhr am Sonntagmorgen zu ende.

 

Kurze - für manche zu kurze - Zeit später gab es noch ein gemeinsames Frühstück, bevor es ans Aufklaren und Abreisen ging. Nach teilweise 48 Stunden im Dauereinsatz ging damit auch der Dienst der Wedeler Helferinnen und Helfer zu Ende. Auch in diesem Jahr war der Rolandpokal wieder ein voller Erfolg und die DLRG Wedel freut sich bereits auf zahlreiche Teilnehmer beim 48. Rolandpokal. Der Countdown läuft: Noch rund 361 Tage ... (Martin Leuschner / DLRG Wedel, Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 7.11.2016)

Mit freundlicher Unterstützung von