Wenig Wind, aber viel Spaß beim Schlei-Weekend

Mehr als 50 Crews aus Norddeutschland beim traditionellen Regatta-Wochenende des Segel-Vereins Wedel-Schulau

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Erwartungsvoller Blick in den Himmel - doch trotzdem blieb beim Schlei-Weekend der Wind meistens aus.
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Nur manchmal füllte eine Brise die Spinaker-Segel. Fotos: Johannes Maas

"Rasmus" heißt der gute Geist, den der traditionsbewusste Segler meist kurz nach dem Ablegen mit einem flüssigen Opfer um günstige Winde bittet. Erwachsene nehmen Alkohol, bei Kindern kann's auch Limo sein. Ob gar nicht geopfert wurde oder Rasmus keinen Bock auf Brause hatte, steht nicht fest, sicher ist, dass das jüngste "Schlei-Weekend" des Segel-Vereins Wedel-Schulau (SVWS) ziemlich windlos war. Doch bei der traditionellen Regatta  auf der Großen Breite der Schlei östlich von Schleswig hatten die Kinder und Jugendlichen trotzdem ihr Vergnügen.   

 Die Regatta wird vom SVWS bereits seit über 40 Jahre veranstaltet. In diesem Jahr waren mit den Jüngstenklassen Teenys und Seggerixen sowie den Piraten und Seggerlingen vier Jollenklassen am Start. Die Teilnehmer kamen aus ganz Norddeutschland. Über 50 Boote machten von der Jugendherberge Borgwedel vom Strand aus auf den Weg zur Regattabahn.

Die Organisation des Schlei-Weekends liegt seit vielen Jahren in den bewährten Händen von SVWS-Segelobmann Thomas Milow, der auf ein gut eingespieltes und erfahrenes Helferteam zurückgreifen kann. Das ist auch erforderlich, denn Begleit- und Sicherungsboote sowie die gesamte Regattaausrüstung müssen von Wedel an die Schlei und nach Ende der Regatten wieder zurück transportiert werden. Es lohnt sich aber, denn die Schlei ist ein attraktives Segelrevier für Jollen, weil es hier keine Tide, keine Strömung und keine Beeinträchtigung durch die Berufsschifffahrt gibt. Das sind Bedingungen also, die so auf der Elbe nicht existieren.

Keinen Einfluss hat die Regattaleitung naturgemäß auf das Wetter und die Windverhältnisse. So kämpften die Crews, denen in den vergangenen Jahren eher zu starker Wind zu schaffen gemacht hatte, in diesem Jahr vor allem gegen den fehlenden Wind. Letztlich kam am Regatta-Samstag deshalb nur eine Wettfahrt zustande . Trotzdem gab es am Abend beim Grillbuffet  und anschließender Tombola in der Jugendherberge Borgwedel genügend Gesprächsstoff. Die meisten Teilnehmer übernachteten auch dort.

Nach der Flaute vom Samstag lagen nun die Hoffnungen auf dem zweiten Wettfahrttag. Die Windbedingungen hatten sich aber kaum geändert. Es blieb flau. Dafür kam noch Regen dazu. Am Ende ließ sich bei schwachen Winden wieder nur eine Wettfahrt durchführen. Trotz der Unwägbarkeiten des Wetters war es eine gelungene Veranstaltung und Wettfahrtleiter Thomas Milow drückte bei der abschließenden Preisverleihung fest die Daumen, dass der Wind im kommenden Jahr zum nächsten Schleiweekend am 15./16. Juni 2019 wieder etwas konstanter weht. (Johannes Maas/ SVWS,19.6.2018)

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