Wedel - Tor zur Marsch

Aus Verstecken heraus können Vögel ungestört in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden.

Die Metropole ist hier zu Ende. Bei Wedel öffnet sich die Elbmarsch. Kulturlandschaft und unberührte Natur sind hier eng verwoben und schaffen einmalige Lebensräume für die Tierwelt und Erholungs-Refugien für den Menschen.

Die Marsch – das bedeutet Weite und viel, viel Platz. Kein Wunder, dass sich am Planeten-Lehrpfad, der mit der Station „Sonne“ in Wedel beginnt und der sich kilometerweit hinzieht, die gigantischen Dimensionen des Sonnensystems bestens vor Augen führen lassen. Wer sich auf dem Pfad elbab bewegt, der übrigens auch Teil des Elbe-Radwegs ist, passiert den Hamburger Yachthafen samt Segler-Panorama. Auf Wegen vor, auf oder hinter dem Deich geht es für Spaziergänger und Radler weiter Richtung Fährmannssand. Durchquert wird dabei ein Landschaftsschutzgebiet. Die Deichverteidigungswege bieten Inline-Skatern beste Bahnen. Der Deich ist Geheimtipp für Drachen-Freunde, die sich hier häufig über eine kräftige Brise freuen können. Ob Fußgänger oder Fans von Lenkdrachen, Skater oder Radler – auf „Fährmannssand“ mit seiner Gaststätte sind dann alle willkommen, die eine Stärkung brauchen.
Aus Verstecken heraus können Vögel ungestört in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden.   Dazu gehören natürlich ebenso die Naturkundler und -liebhaber, die sich fürs Treiben rund um die Carl-Zeiss-Station des Naturschutzbundes Nabu interessieren. Die Teiche und Wiesen einer ehemaligen Kleientnahmestelle sind ein Paradies für Wasser-, Strand- und Wiesenvögel – Grund genug für die EU, dieses Flora-Fauna-Habitat unter besonderen Schutz zu stellen. Schwärme zu Tausenden von Gänsen und viele seltene Vogelarten lassen sich aus der Deckung der Vogelstation sehr gut beobachten. Nabu-Experten geben gern Auskunft.
Hetlingen mit der Hetlinger Schanze ist die nächste Station auf dem Weg durch die Marsch. Sie wurde gebaut, nachdem 1658 schwedische Truppen 60 Bauernhöfe in der Haseldorfer Marsch und auch das Kloster Uetersen überfielen und niederbrannten. Nur die Landwirtschaftsgebäude sind heute übrig – für einen der größten Schafzuchtbetriebe der Region. Haseldorf bietet sich als Endpunkt einer Tagestour per pedes dürch die Marsch an. Der Ort beherbergt nicht allein das Schloss des Prinzen zu Schoenaich-Carolath, sondern als weitere Attraktion auch das Elbmarschenhaus, ein Erlebnis- und Informationszentrum zum Naturschutzgebiet Haseldorfer Marsch. Wer bis hierher zu Fuß vorgestoßen ist, kommt per Bus innerhalb einer halben Stunde wieder nach Wedel zurück.

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