Eine starke Leistung, aber…

...nicht gewonnen und keine Cheerleader: "Merry Ristmas" des SC Rist in Sparvariante

in Tourismus & Freizeit, Top-News, Sportnews

1/5
Volles Haus: der SC Rist empfing die SparkassenStars Bochum.
Dramatische Szenen unterm Korb - aber zum Schluss hat es leider nicht zum Sieg gereicht. Fotos Claus Bergmann (3), Jörg Frenzel (2)
2/5
Dramatische Szenen unterm Korb - aber zum Schluss hat es leider nicht zum Sieg gereicht. Fotos Claus Bergmann (3), Jörg…
Kleiner Mann mit großer Trommel: Die "Yalla"-Supporter gaben ihr Bestes, ebenso wie...
3/5
Kleiner Mann mit großer Trommel: Die "Yalla"-Supporter gaben ihr Bestes, ebenso wie..., Kleiner Mann mit großer Trommel: Die…
...zwei freundliche Weihnachts-Frauen am Glühweinstand und...
4/5
...zwei freundliche Weihnachts-Frauen am Glühweinstand und..., ...zwei freundliche Weihnachts-Frauen am Glühweinstand und...
....das Nachwuchs-Waffel-Back-Team inklusive "Ausbilderinnen".
5/5
....das Nachwuchs-Waffel-Back-Team inklusive "Ausbilderinnen"., ....das Nachwuchs-Waffel-Back-Team inklusive…

Es war das „Merry Ristmas“ mit dem Aber. Eine starke Wedeler Leistung, aber… Riesige Stimmung mit lautstarken Zuschauern in der Steinberghalle, zwei aufopferungsvoll kämpfende Mannschaften, die Wedeler Hausherren knapp vor dem Sieg, aber… Der SC Rist musste sich im letzten Spiel des Jahres 2019 den VfL SparkassenStars Bochum mit 76:81 geschlagen geben. Dass an diesem Abend ein "normales" Punktspiel stattfand hatte Konsequenzen fürs Rahmenprogramm: nur ein schneller Freiwurf-Wettbewerb, kein  "Legenden-Spiel", keine Getränke-Stände am Spielfeld - im Vergleich zu früheren "Ristmas"-Abenden gab es diesmal die Sparvariante. Auch die Cheerleader fehlten - sie hatten vormittags Wettkämpfe und waren ausgepowert. Großer Trost: Der Glühwein, die Waffeln und andere Snacks in der Vorhalle wurden wie immer mit strahlendem Lächeln präsentiert und schmeckten ausgezeichnet!     

Doch zurück zu Spiel. „Manchmal ist das so: Du musst in knappen Spielen die Plays machen, offensiv wie defensiv. Conner Washington hat sie auf der Bochumer Seite gemacht. Wir haben sie nicht gemacht, wir haben die Würfe nicht getroffen und dann verlierst du so ein Spiel“, sagte Rist-Trainer Benka Barloschky.

Bochums angesprochener Brite gefiel nicht nur als Hochgeschwindigkeitsdribbler, sondern eben auch als Mann der großen Entscheidungen. Eine Minute und 26 Sekunden vor Schluss traf Washington (insgesamt 20 Zähler) per Dreier zum 75:74, gab der Partie damit die letzte Wendung und später auch an der Freiwurflinie zur Stelle. Zuvor hatte in der Schlussphase viel für die Rister gesprochen. „Am Ende fiel die Entscheidung zu unseren Gunsten aus, Wedel hätte genauso gut gewinnen können. Es war ein hartumkämpftes Spiel, das schön anzuschauen war“, sagte Bochums Trainer Felix Banobre an alter Wirkungsstätte. „Die Verteidigungen auf beiden Seiten haben gut gearbeitet, auch offensiv lief es. Wir haben am Ende wichtige Würfe getroffen“, fasste der Spanier seine Eindrücke zusammen und sprach ausdrücklich seinem Spielmacher Washington ein Lob aus.

Begonnen hatte die Begegnung mit einem dicken Ausrufezeichen Justus Hollatz’, der sich nach einem Bochumer Fehlwurf den Ball schnappte, schnurstracks in Richtung Gästekorb durchstartete und per krachendem Dunking abschloss. Es war nicht die einzige Aktion, die die zahlreichen Wedeler Anhänger, die zu „Merry Ristmas“ gekommen waren, von den Sitzen riss. Jalen Ross’ Dreier, ein weiterer Hollatz-Stopfer, Aurimas Adomaitis’ schnörkellose Vollstreckungstaten in unmittelbarer Korbnähe, starkes gemeinschaftliches Wirken in der Verteidigung oder der energiegeladene Einsatz von Alexander Angerer lösten ebenso Jubelstürme auf der Tribüne aus. Als Angerer sehenswert und blitzsauber einen Dunkingversuch des ehemaliger Risters Marius Behr blockte, bebte der Steinberg.

Auch derartige Szenen trugen dazu bei, dass Barloschky trotz der Niederlage anschließend sagte: „Grundsätzlich bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Wir haben viele Sachen richtig gemacht, gut angegriffen, aber am Ende haben wir einfach nicht getroffen, die Dreier sind nicht gefallen. Und dann ist es schwer, so ein Spiel zu gewinnen“, so der Wedeler Trainer. Barloschkys Wunsch, bei seinem ersten „Merry Ristmas“ einen Heimsieg zu holen, blieb somit unerfüllt. „Der Hauptfokus lag darauf: Wir wollten, dass alle Leute, die in die Halle gekommen sind, gerne wiederkommen, weil sie gesehen haben, dass wir Energie aufs Feld bringen und alles, was wir haben, auf dem Feld lassen. Ich finde, dass haben die Jungs gut gemacht“, sagte Barloschky.

Für sein Gegenüber Banobre hatte die Reise in die Vergangenheit auch etwas Nostalgisches, wie er nach der Partie einräumte: „Als wir in Bochum gegen Wedel gespielt haben, war ich nervös, wollte das aber nicht zeigen. Aber diesmal war ich noch nervöser. Ich habe mich komisch gefühlt, denn ich bin diesmal in eine andere Umkleidekabine gegangen, war auf der anderen Bank, hatte einen anderen Blickwinkel aufs Spielfeld als früher. Ich habe überall bekannte Gesichter gesehen. Klar, wenn man gegen Wedel spielt, will man gewinnen, das ist Profisport. Aber ein Stück des Herzens ist trotzdem immer in Wedel“, so der Spanier.

Für die Rister geht es nun in den Weihnachtsurlaub. „Die Jungs bekommen jetzt erst mal ein paar Tage frei. Ich glaube, das ist auch wichtig, dass sie zu ihren Familien fahren. Die Saison ist lang, da muss man auch mal den Kopf abschalten und ein bisschen vom Basketball wegkommen“, sagt Barloschky. Am 4. Januar geht es mit dem Auswärtsspiel in Schwelm weiter.

  • Viertelergebnisse: 20:15, 18:25, 24:18, 14:23
  • SC Rist (Punkte): Adomaitis (18), Ross (15), Angerer, Hollatz (je 13), Hoffmann (5), Rich Igbineweka (4), Jentz (3), Jelovcic, Schmedes (je 2), Marshall (1), Lübken, Möller.
    (Moritz Korff/ SC Rist, Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH, 23.12.2019)

Mit freundlicher Unterstützung von..