Frischer Wind im Hamburger Yachthafen

Ulf Hansen ist neuer Geschäftsführer der Yachthafengemeinschaft

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Kurs liegt an: Ulf Hansen ist der neue Yachthafen-Geschäftsführer
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Kurs liegt an: Ulf Hansen ist der neue Yachthafen-Geschäftsführer
Der Hamburger Yachthafen ist das Mekka der Wassersportler an der Unterelbe.
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Der Hamburger Yachthafen ist das Mekka der Wassersportler an der Unterelbe.
Derzeit wieder Hochbetrieb: am Kran.
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Derzeit wieder Hochbetrieb: am Kran.

Die Personalie kann man getrost als Glücksgriff bezeichnen. Ulf Hansen ist ein „Schulauer Jung'“, kennt somit die Stadt und ihre Akteure. Er segelt seit seiner Jugend – und kennt sich somit in der Welt der Schipper aus. Er ist gelernter Schifffahrtskaufmann – hat deshalb einen Einblick in Kostenstrukturen. Und er ist studierter Volkswirt, hat im Management weltweit tätiger Unternehmen gearbeitet – und dürfte somit auch einen Betrieb wie den Hamburger Yachthafen unaufgeregt führen können.

Seit ein paar Wochen steht Ulf Hansen „auf der Brücke“ und führt die Crew der drei Hafenmeister, zwei Betriebstechniker und zwei Bürokräfte, um den mit rund 2000 Liegeplätzen größten tideunabhängigen Sportboothafen Nordeuropas auf Kurs zu bringen. Zunächst ist Zuschauen und Mitmachen, Kennenlernen und analysieren angesagt. Schon jetzt sagt Ulf Hansen: „Der Hafen hat ein riesiges Potenzial. Das wollen wir besser nutzen.“

Priorität hat für ihn, dass die technischen Anlagen, insbesondere die Schlengel auf guten Stand gebracht und gehalten werden. Da wird langfristig einiges an Investitionen nötig sein. Denn nur ein Hafen, der in Schuss ist, ist attraktiv für die Motor- und Segelbootfahrer- und -fahrerinnen, und nicht nur für die aus den 53 Vereinen, die sich zur Yachthafengemeinschaft zusammengeschlossen haben, sondern auch für die vielen Gastlieger aus aller Welt. Mehrere tausend Liegetage pro Jahr kommen so zusammen – und damit auch Gebühren.

Das Geld ist notwendig, um die Unterhaltung sicherzustellen und um neue Projekte anzugehen. Frischen Wind will Ulf Hansen beispielsweise beim Thema WLAN wehen lassen. Dass dies nicht ganz so einfach und mit höheren Kosten verbunden sein wird, wie an einem Standort in der Innenstadt, schreckt ihn nicht. Probleme sind für ihn dazu da, gelöst zu werden.

Da geht Ulf Hansen genauso realistisch und pragmatisch vor, wie bei einem anderen sensiblen Thema: den Liegegebühren für die Vereinsmitglieder. Der Hamburger Yachthafen ist mit seinen Kosten für die Schipper weit von den Marinas in der Ostsee entfernt, wird diese Höhen wohl auch nicht erreichen, aber ganz ohne Anpassungen geht es auch nicht, schließlich knabbert die Inflation ja Jahr für Jahr an den Finanzen. Doch ganz oben auf der Prioritätenliste steht das nicht und Ulf Hansen ist sich sicher, gute Argumente zu haben, wenn in Zukunft diese Diskussion aufgemacht wird.

Derzeit beschäftigt er sich mit den gerade anstehenden Arbeiten. Am Kran ist Hochsaison, die Schiffe müssen aus dem Wasser in die Hallen oder ins Freilager. Selbst ist dabei nicht nur der Mann, sondern auch der Geschäftsführer. „Ich habe mich auch mal daran versucht, den Kran zu bedienen. Es ist kein Hexenwerk, aber Fingerspitzengefühl gehört schon dazu – gerade, wenn es etwas kräftiger weht. Das Ausprobieren war klasse – aber ich bin doch froh, so ein erfahrenes und motiviertes Team zu haben.“ (Jörg Frenzel/Kommunikateam GmbH, 31.10.2020)

 

 

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