Geflügelpest schlägt in der Marsch zu

Krankheit grassiert unter Nonnengänsen - NABU in Sorge

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Branta leucopsis - die Weißwangen- oder auch Nonnengans überwintert zu Tausenden in der Wedeler Marsch. Foto: NABU/Dr. Christoph Moning

Marco Sommerfeld, Leiter der NABU-Vogelstation in der Wedeler Elbmarsch, ist alarmiert. In den vergangenen Wochen wurde er gleich mehr als ein Dutzend Mal mit toten Nonnengänsen konfrontiert. Bei Zehntausenden dieser Tiere, die in der Wedeler Marsch überwintern, mag das für den Bestand der Population zunächst einmal nicht dramatisch sein, doch es lauert Gefahr, dass es mehr werden. Ursache ist eine Krankheit. 

Der Kreis Pinneberg teilte mit: Erneut sind Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln im Kreis Pinneberg bestätigt worden. Laut Friedrich-Loeffler-Institut waren die Proben von sechs toten Wildgänsen mit dem hoch ansteckenden Influenzavirus H5N1 – der sogenannten Geflügelpest – infiziert. In allen Fällen handelte es sich um Nonnengänse, die zwischen dem 10. und 15. Dezember in Wedel, in Hetlingen, Holm, Haselau sowie in Uetersen tot aufgefunden worden waren. Weitere sechs Proben von Wildvögeln befinden sich zurzeit noch in der Untersuchung.

Die aktuellen Fälle bestätigen, dass die Geflügelpest weiterhin im Kreis Pinneberg aktiv und damit die Ansteckungsgefahr für Hausgeflügel entsprechend hoch ist. Das Veterinäramt bittet alle Geflügelhalter, sich weiterhin an die Stallpflicht und die Hygienemaßnahmen zu halten.

Wer einen toten Wasser- oder Greifvogel findet, sollte diesen nicht anfassen, sondern den Fund an das örtliche Ordnungsamt oder die Veterinäraufsicht des Kreises melden unter: vetamt(at)kreis-pinneberg.de

Übrigens: Wer die NABU-Vogelstation für einen Spaziergang zwischen den Jahren eingeplant hat, muss sich eine Alternative ausdenken. Die Station ist bis zum 4. Januar geschlossen. (Jörg Frenzel/kommunikateam GmbH mit Material der Kreisverwaltung Pinneberg, 22.12.2021)

 

Letzte Änderung: 22.12.2021

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