Mehr Plätze, mehr Komfort – mehr Fahrrad: „Bike+Ride“ Bau startet

Fünf moderne Abstellanlagen ersetzen die derzeitigen Unterstände. Baubeginn ab Oktober.

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Die neuen Abstell- und Sammelschließanlagen, die dem hier abgebildeten Design entsprechen, sollen für mehr Komfort und Sicherheit sorgen. Foto: BahnStadt GbR
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Die neuen Abstell- und Sammelschließanlagen, die dem hier abgebildeten Design entsprechen, sollen für mehr Komfort und…
Mit einer neuen Bike+Ride-Anlage will die Stadt Wedel den Radverkehr fördern und das Bahnhofsumfeld optisch aufwerten. Foto: Stadt Wedel/Kamin
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Mit einer neuen Bike+Ride-Anlage will die Stadt Wedel den Radverkehr fördern und das Bahnhofsumfeld optisch aufwerten. Foto:…

Die Stadt Wedel setzt einen wichtigen Impuls für mehr Radverkehr und schafft mehr komfortable Abstellplätze für Fahrräder am Wedeler Bahnhof. Anfang Oktober beginnen schrittweise die Bauarbeiten an insgesamt fünf Standorten der neuen „Bike+Ride“ Anlage, an denen zum Teil neue reguläre Stellplätze geschaffen werden, oder alte Abstellanlagen durch leistungsfähigere neue ersetzt werden. (Übersichtsplan hier). Drei der Standorte sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr fertiggestellt sein. Mit dem Abschluss der Gesamtmaßnahme wird im ersten Halbjahr 2021 gerechnet.

Durch die Maßnahme soll das Bahnhofsumfeld zudem optisch aufgewertet werden, da es theoretisch allen derzeit wild abgestellten Fahrrädern einen regulären Stellplatz ermöglichen soll. Insgesamt soll die Maßnahme eine umweltbewusste Mobilität und den ÖPNV in der Metropolregion stärken.

Die Baukosten für Tief- und Hochbauarbeiten wurden mit etwa 655.000 € veranschlagt. Inklusive der für die Stadt Wedel anfallenden Planungskosten ergeben sich damit Gesamtkosten von knapp 680.000 €. Davon werden rund 480.000 Euro durch das Land Schleswig-Holstein gefördert. Weitere 80.000 Euro der Kosten werden vom Förderfonds Nord der Metropolregion Hamburg übernommen.


Was Nutzende im Vorfeld der Planungen beachten müssen:

  • Die Stadt Wedel wird vor dem jeweiligen Baubeginn an den unterschiedlichen Standorten die Nutzenden rechtzeitig mit Hinweisschildern bitten, ihre Fahrräder an anderer geeigneter Stelle zu parken. Während der Bauzeit werden im Nordwestlichen Bahnhofsbereich Ausweichstellplätze eingerichtet, den dann zeitweise zu erwartenden verstärkten Stellplatzmangel zumindest lindern sollen.
  • Fahrräder die bei dem jeweiligen (rechtzeitig angekündigten) Baubeginn nicht aus der jeweiligen Anlage gefahren wurden, werden zum Baustart vom Bauhof der Stadt Wedel entfernt.
  • Bisherige Nutzende der Sammelschließanlagen werden von der Stadt Wedel direkt angeschrieben, welche Möglichkeiten bestehen, die Nutzung in den dann neuen oberirdischen Sammelschließanlagen fortzusetzen.

 

Hintergrund

Derzeit sind im Bahnhofsumfeld derzeit täglich etwa 500 Fahrräder abgestellt – viele davon allerdings „wild“ also an Bäume oder Rabattenzäune geschlossen. Durch den Um und Neubau sind dann 400 reguläre überdachte und 30 freistehende Plätze verfügbar. Zusammen mit bestehenbleibenden Stellplätzen bestehen dann theoretisch genug Stellmöglichkeiten, um auch die derzeit wild geparkten Fahrräder regulär abstellen zu können. Dies soll auch zu einem insgesamt aufgeräumteren Erscheinungsbild des gesamten Areals führen und den Bahnhofsvorplatz optisch deutlich aufwerten. 

Damit sollen vor allem die Qualität, der Witterungsschutz und der Nutzungskomfort gesteigert werden, um den Umstieg aufs Rad attraktiver zu machen. Wo möglich soll anstatt auf die so genannten „Vorderradhalter“ auf Anlehnbügel gesetzt werden, an die sich Fahrräder einfacher und sicherer anschließen lassen.

Von den quasi derzeit nicht nutzbaren Abstellmöglichkeiten in der Tiefgarage abgesehen, wird den Nutzenden gegenwärtig durch das Fehlen einer Sammelschließanlage am S-Bahnhof Wedel keine Möglichkeit geboten, ihr Fahrrad witterungsgeschützt und sicher abzustellen. Durch die Schaffung dieser Möglichkeit kann ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden, das Fahrrad als Zubringerverkehrsmittel zum Bahnhof zu wählen. Dies gilt insbesondere für Besitzer von höherwertigen Fahrrädern oder gar E-Bikes.

 

Die geplanten Maßnahmen im Überblick (Siehe Plan):

 

Standort 1

Hier werden parallel zur Straßen Rosengarten zwischen den vorhandenen Bäumen 3 einzelne Überdachungen errichtet. Die Anlagen werden als frei zugängliche Anlagen errichtet und bieten Platz für jeweils 12, insgesamt also 36 Fahrräder. Die vorhandene Baumreihe soll erhalten bleiben. Die Dächer werden zwischen den Bäumen gemittelt.

 

Standort 2

Im westlichen Bereich des Bahnhofsvorplatzes wird am Standort der vorhandenen frei zugänglichen Anlage eine neue, moderne Fahrradabstellanlage in den Abmessungen 6 m x 12 m (zzgl. Dachüberstände) errichtet. Diese ist komplett als Sammelschließanlage konzipiert. Über 2 Drehtore sind zwei voneinander getrennte Bereiche zugänglich. Mittels Doppelstockparker können hier insgesamt 82 Stellplätze realisiert werden. In den beiden Sammelschließanlagen am Standort 2 wird jeweils ein Schließfachschrank errichtet. Dieser bietet den Nutzern die Möglichkeit, in den Schließfächern kleinere Utensilien, wie Fahrradhelm, Regenjacke o.ä., aufzubewahren.

Darüber hinaus bietet der Schrank in den Schließfächern Lademöglichkeiten für die Akkus von E-Bikes/Pedelecs.

 

Standort 3

Direkt am Bahnhofsgebäude, am ehemaligen Standort der E-Bike-Verleihstation, wird eine überdachte, frei zugängliche Fahrradabstellanlage errichtet. Die Dachfläche bietet Stellplätze für 12 Räder. Eine größere Anlage ist aufgrund des zu erhaltenden Baumbestandes an dieser Stelle nicht möglich. 2 Stellplätze werden durch eine entsprechende Kennzeichnung als „Sonderstellplätze“ für Lastenräder, Erwachsenen-Dreiräder, Fahrradanhänger o.ä. ausgewiesen.

 

Standort 4

Im nordwestlichen Bereich des Bahnhofsvorplatzes wird ebenfalls eine überdachte, frei zugängliche Anlage errichtet. Es entfallen einige Pkw-Stellplätze. Die Dachfläche bietet Stellplätze für 36 Räder.

 

Standort 5

Im nördlichen Bereich des Bahnhofsvorplatzes wird die vorhandene Fahrradabstellanlage erneuert. Durch die Verwendung von Doppelstockparkern können so 256 Stellplätze realisiert werden.

 

(Anmerkung: Dieser artikel wurde am 19. Oktober 2020 aktualisiert. Die Zahl der entstehenden Plätze wurde aktualisiert und ein neuer Übersichtsplan verlinkt.)

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