NABU-Vogel-Sommerserie: der Silberreiher

Marco Sommerfeld, Leiter der Vogelstation in der Wedeler Marsch, verrät heute zum vorerst letzten Mal Interessantes aus der Tierwelt

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Elegant: der Silberreiher. Foto: Sven Buchwald/NABU
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Elegant: der Silberreiher. Foto: Sven Buchwald/NABU
Marco Sommerfeld ist Leiter der NABU-Vogelstation.
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Marco Sommerfeld ist Leiter der NABU-Vogelstation.

Weiße Vögel wirken auf viele Besucher der NABU-Vogelstation in der Wedeler Marsch besonders faszinierend. So ist das auch bei dem Silberreiher. Er begeistert bestimmt auch Sie durch seinen grazilen Körperbau, schlanken langen Hals und eleganten stolzierenden Gang mit seinen langen Beinen. Das große Interesse an Silberreihern liegt hierzulande an seiner zunehmenden Verbreitung in den vergangenen Jahren und an seiner besonderen Schönheit und Eleganz. Ursprünglich lag das lückenhafte Vorkommen im Südosten Europas.

Vor knapp 20 Jahren gehörten Silberreiher noch zu den Seltenheiten in den Elbmarsch. Derzeit ist eine deutliche Bestandssteigerung des großen weißen Reihers in Mitteleuropa, zu beobachten. So überwintern mittlerweile hunderte Silberreiher entlang größerer Flüsse und Niederungen in Deutschland.

Durch den Bestandszuwachs in den Hauptverbreitungsgebieten (vor allem Ungarn und Ukraine) gibt es bereits seit einigen Jahren Brutvorkommen in Polen und den Niederlanden. 2012 konnte in Deutschland endlich der lang ersehnte erste Brutnachweis des Silberreihers in Mecklenburg-Vorpommern erbracht werden. Der Silberreiher brütet am Boden im Schilf und ist häufig in Feuchtgebieten, auf freien Wiesen und Feldern auf der Suche nach Mäusen, Fischen, Amphibien und Insekten zu beobachten.

Im August treffen die ersten Silberreiher in der Marsch ein und die Bestände nehmen langsam zu. In den letzten Jahren wurden im Oktober teilweise bis zu 120 Individuen in der Wedeler Marsch gesichtet, die regelmäßig am Gewässer rund um die Carl Zeiss Vogelstation auf Fischjagd waren. Silberreiher ernähren sich unter anderem auch von Mäusen, Maulwürfen und Insekten, die sie reichlich auf den Wiesen finden. (Marco Sommerfeld/NABU,

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