NABU-Vogel-Sommerserie: die Bekassine

Marco Sommerfeld, Leiter der Vogelstation in der Wedeler Marsch, verrät jeden Sonnabend Interessantes aus der Tierwelt

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Ihr Schnabel macht sie unverwechselbar: die Bekassine
Ihr Schnabel macht sie unverwechselbar: die Bekassine

Im August  ist der Vogelzug in der Wedeler Marsch bereits in vollem Gange. In den Herbstmonaten sind viele Gänse, Enten und Watvögel am Gewässer der NABU Vogelstation und im Fährmannssander Watt zu beobachten. Die Bekassine, auch unter dem Namen "Himmelsziege" bekannt, ist ein typischer Rastvogel.

Sie ist bei Hochwasser an der Elbe regelmäßig an den Flachwasserzonen rund um die Station zu entdecken. Bekassinen stochern zur Nahrungsaufnahme im schlammigen Boden nach Kleintieren. Mit Hilfe eines Tastorgans an der Spitze des auffällig langen Schnabels können die Vögel auch tief im Boden Nahrung ausfindig machen. Durch ihr bräunliches Tarngefieder mit heller Streifung an Kopf und Oberseite ist die Bekassine leicht zu bestimmen, aber häufig schwer zu entdecken. Die Anzahl der anwesenden Tiere wird daher in der Regel unterschätzt. Mit etwas Glück lässt sich bei auflaufendem Wasser an der Elbe beobachten, wie etliche Bekassinen im Zickzackflug mit ihren typischen heiseren und explosiven „kätsch“- Rufen“ aus dem Vorland aufliegen und einen sicheren Hochwasserrastplatz im eingedeichten Binnenland aufsuchen. In manchen Jahren können Vogelfreunde hier bis zu 300 Exemplare beobachten.  (Marco Sommerfeld/NABU, 15.8.2020)

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