NABU-Vogel-Sommerserie: die Feldlerche

Marco Sommerfeld, Leiter der Vogelstation in der Wedeler Marsch, verrät jeden Sonnabend Interessantes aus der Tierwelt

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Fühlt sich in Wedel wohl: die Feldlerche. Foto: Buchwald
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Fühlt sich in Wedel wohl: die Feldlerche. Foto: Buchwald
Marco Sommerfeld leitet die NABU-Vogelstation bei Fährmannssand.
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Marco Sommerfeld leitet die NABU-Vogelstation bei Fährmannssand.

In vielen Gebieten Schleswig-Holsteins war die Feldlerche früher ein Allerweltsvogel, doch ist sie auf vielen Flächen mittlerweile verstummt, da die Industrialisierung in der Landwirtschaft vielfach monotone artenarme Flächen mit häufiger Bearbeitung nach sich zog, wo ein Überleben schlichtweg unmöglich ist. In der Wedeler Marsch gibt es Dank überwiegend extensiver Landwirtschaft noch eine gute Population von knapp 70 Paaren mit leicht steigender Tendenz in den vergangenen Jahren.

Insbesondere rund um die NABU Vogelstation lassen sich Feldlerchen hervorragend beim Fluggesang studieren. Meist dauern die Singflüge zwei bis drei Minuten an, können mitunter erheblich länger, ausnahmsweise bis zu einer Stunde dauern. In der Regel finden zwei Bodenbruten mit zwei bis fünf Eiern jährlich statt. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen nicht gefüttert.

Ist der Nachwuchs geschlüpft, wird er von beiden Elternteilen mit Insekten, Spinnen und kleinen Schnecken versorgt, wobei die Jungen bereits im Alter von sieben bis elf Tagen den Eltern hüpfend am Boden folgen. Mitte Juli ist der Gesang zeitweise noch zu hören, wird dann aber aufgrund der fortgeschrittenen Brutzeit Ende Juli verstummen.

Der NABU bietet vogelkundliche Führungen an der Vogelstation an, wo die Teilnehmer unter fachkundiger Leitung die Feldlerche und viele andere heimische Vögel hautnah beobachten können. Aufgrund der Corona-Epidemie ist eine telefonische Anmeldung für die Führung unter 040/ 69 70 89 0 erforderlich. Außerhalb der Öffnungszeiten ist der Zugang zum Gelände an der NABU Vogelstation Wedeler Marsch aus Artenschutzgründen nicht gestattet. Vielen Dank für Ihr Verständnis. (Marco Sommerfeld/NABU, 18.7.2020)

 

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